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	<title>Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e.V.</title>
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	<description>Wir für unsere Gemeinde!</description>
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		<title>Sportgruppe 2002 informiert</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 17:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Mitteilung der Sportgruppe 2002 der Frauen soll hier erscheinen. Zunächst einmal sei festgestellt, dass Mitte März das 10. Jahr des Bestehens vollendet wird. Von den Weihnachtsfeiern der Volkssolidarität ging das Gerücht um, die Sportgruppe habe sich aufgelöst. Aber Totgesagte leben länger! Regelmäßig am Montag von 18:00 bis 19:00 Uhr geht es in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href=""><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Bauernscheune.jpg" alt="Bauernscheune Reddelich" title="Bauernscheune Reddelich" width="200" height="144" class="alignright margin="left 15px" size-full wp-image-2773" /></a><br />
Eine kleine Mitteilung der <strong>Sportgruppe 2002</strong> der Frauen soll hier erscheinen. Zunächst einmal sei festgestellt, dass Mitte März das 10. Jahr des Bestehens vollendet wird. Von den Weihnachtsfeiern der Volkssolidarität ging das Gerücht um, die Sportgruppe habe sich aufgelöst. Aber Totgesagte leben länger! Regelmäßig am Montag von 18:00 bis 19:00 Uhr geht es in der oberen Etage der Bauernscheune zur Sache. Da folgt schon der eine oder andere Muskelkater am Folgetag, der manchmal auch länger anhält. Es geht nicht um eine „Bewegungstherapie für reifere Damen“, sondern um die Erhaltung und Verbesserung der Fitness. Rücken, Bauch, Beine und Po werden trainiert. Jede Teilnehmerin beteiligt sich entsprechend ihrem Leistungsvermögen, jede wird gefordert aber niemand überfordert.<br />
Es sind noch Plätze für weitere Teilnehmerinnen frei. Für die Teilnahme gibt es keine Bedingungen oder Altersbegrenzungen. Wir wollen hier nicht über das Alter nachdenken. Egal, wie viel Winter Sie überstanden haben, ob erst 20 oder gar mehrere 20, kommen Sie doch einfach am Montag um 18:00 Uhr mal zum Schnuppern. Bringen Sie Ihre Kumpeline gleich mit, am Besten gleich „bewaffnet“ mit einer Gymnastikmatte oder einer Decke. Trauen Sie sich, die Sportlerinnen haben ein tolles Verhältnis zueinander! Wenn Sie sich lieber erst telefonisch informieren wollen, wählen Sie <strong>038203-62441</strong>. Übrigens, Sie müssen nicht aus Reddelich sein, die Parkmöglichkeit ist deutlich weniger als 100 Schritte von der Tür entfernt!<br />
<strong>Ihre Sportfreundinnen<br />
von der Sportgruppe 2002</strong></p>
<p>Mehr zu uns können Sie auf unser Internetseite erfahren:<a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/projekte/hausfrauensport" title="">www.kulturverein-reddelich.de/projekte/hausfrauensport</a></p>
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		</item>
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		<title>Neu: Kurs Trommeln für Kinder</title>
		<link>http://www.kulturverein-reddelich.de/neu-kurs-trommeln-fuer-kinder.php</link>
		<comments>http://www.kulturverein-reddelich.de/neu-kurs-trommeln-fuer-kinder.php#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 17:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kulturverein-reddelich.de/?p=3477</guid>
		<description><![CDATA[Aufgrund mehrerer Nachfragen möchte der Kulturverein den erfolgreichen Kurs für Afrikanische Trommeln auch für Kinder und Jugendliche anbieten. Der Kursleiter, Philipp Härtwig „Go-Rhythm!“ schreibt dazu: Musik stellt schon immer den Mittelpunkt meines Lebens dar. In Ghana lernte ich die Grundlagen der afrikanischen Musik und ihre tiefe Verwurzelung im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Afrikaner zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full margin=" title="Trommelkurs" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Trommelkurs.jpg" alt="" width="200" height="442" /></p>
<p>Aufgrund mehrerer Nachfragen möchte der Kulturverein den erfolgreichen <strong>Kurs für Afrikanische Trommeln</strong> auch für <strong>Kinder und Jugendliche</strong> anbieten.</p>
<p>Der Kursleiter, Philipp Härtwig „Go-Rhythm!“ schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Musik stellt schon immer den Mittelpunkt meines Lebens dar. In Ghana lernte ich die Grundlagen der afrikanischen Musik und ihre tiefe Verwurzelung im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Afrikaner zu verstehen. Das starke Zusammengehörigkeitsgefühl findet sich sehr deutlich in der Musik wieder. Dies zu vermitteln verfolge ich seither in all meinem musikalischen Schaffen.</p>
<p>Gerne unterrichte ich auch Kinder und Jugendliche!</p>
<p>Interessierte Teilnehmer für einen Trommelkurs ab Anfang März 2012 melden sich bitte bei mir.</p>
<ul>
<li>Tel.: <strong>03 81/2 06 81 03</strong> oder <strong>01 76/20 02 08 8</strong>9</li>
<li>Email: info@go-rhythm.de</li>
<li>Termin: Den Wochentag und die Uhrzeit spricht Philipp Härtwig mit den interessierten Teilnehmern ab.</li>
<li>Ort: Reddelich, in der Bauernscheune</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Mehr zu dem bereits etablierten Kurs für Erwachsene: <a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/projekte/kurs-afrikanisches-trommeln" target="_blank">www.kulturverein-reddelich.de/projekte/kurs-afrikanisches-trommeln</a></p>
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		<title>Die Geschichte der Reddelicher Häuslereien</title>
		<link>http://www.kulturverein-reddelich.de/die-geschichte-der-reddelicher-haeuslereien.php</link>
		<comments>http://www.kulturverein-reddelich.de/die-geschichte-der-reddelicher-haeuslereien.php#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chronikeintrag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kulturverein-reddelich.de/?p=3440</guid>
		<description><![CDATA[Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken !!! Plan der Reddelicher Häuslereien in der heutigen Örtlichkeit Übersicht der Reddelicher Häuslereien Die Häuslereien 2 und 3 in einer Ansicht von 1994 Die Häuslerei 2 in einer Ansicht von 1994 Die Häuslerei 6, damals Schankwirtschaft zum Deutschen Frieden, in einer Aufnahme aus einer Postkarte von 1939. Innenansicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table align="right">
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="center"><b>Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken <br />!!! </b></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelicher-Häuslereien.png" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelicher-Häuslereien-200x119.png" alt="Reddelicher Häuslereien" title="Reddelicher Häuslereien" width="200" height="119" class="alignright size-thumbnail wp-image-3438" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Plan der Reddelicher Häuslereien in der heutigen Örtlichkeit</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/06/1851-Häuslerverzeichnis-Reddelich1.pdf" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Faksimile-Häuslereien.png" alt="Faksimile Häuslereien" title="Faksimile Häuslereien" width="200" height="214" class="alignright size-full wp-image-3445" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Übersicht der Reddelicher Häuslereien</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Häuslereien-1994.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Häuslereien-1994-200x116.jpg" alt="Reddelicher Häuslereien 2 und 3 im Jahr 1994" title="Reddelicher Häuslereien 2 und 3 im Jahr 1994" width="200" height="116" class="alignright size-thumbnail wp-image-3474" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslereien 2 und 3 in einer Ansicht von 1994</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Häuslerei-2-1994.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Häuslerei-2-1994-200x113.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 2 im Jahr 1994" title="Reddelicher Häuslerei 2 im Jahr 1994" width="200" height="113" class="alignright size-thumbnail wp-image-3473" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 2 in einer Ansicht von 1994</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-6-1939.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-6-1939-200x127.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 6 im Jahr 1939" title="Reddelicher Häuslerei 6 im Jahr 1939" width="200" height="127" class="alignright size-thumbnail wp-image-3497" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 6, damals Schankwirtschaft zum Deutschen Frieden, in einer Aufnahme aus einer Postkarte von 1939. </h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-6-innen-1939.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-6-innen-1939-200x140.jpg" alt="Reddelicher Schankwirtschaft zum Deutschen Frieden-1939" title="Reddelicher Schankwirtschaft zum Deutschen Frieden-1939" width="200" height="140" class="alignright size-thumbnail wp-image-3499" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Innenansicht der Schankwirtschaft zum Deutschen Frieden aus einer Postkarte von 1939.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerreihe-B-105-2.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerreihe-B-105-2-200x115.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 6 im Jahr 2009" title="Reddelicher Häuslerei 6 im Jahr 2009" width="200" height="115" class="alignright size-thumbnail wp-image-3507" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 6 in einer Ansicht von 2009. Im Hintergrund die Häuslereien 31 (orange), 30 und 29.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-16-in-2011.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-16-in-2011-200x127.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 16 im Jahr 2011" title="Reddelicher Häuslerei 16 im Jahr 2011" width="200" height="127" class="alignright size-thumbnail wp-image-3512" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 16 in einer Ansicht von 2011.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-18-in-2009.jpg" target="blank" ><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-18-in-2009-200x104.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 18 im Jahr 2009" title="Reddelicher Häuslerei 18 im Jahr 2009" width="200" height="104" class="alignright size-thumbnail wp-image-3519" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 18 in einer Ansicht von 2009.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-18-hist.1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-18-hist.1-200x150.jpg" alt="" title="Häuslerei 18-hist.1" width="200" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-3517" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 18 und ehemalige Reddelicher Post, in einer Ansicht aus den 1940er Jahren. Davor Heinrich Dreyer, die Briefträger Rudolf Malchow und Hans Vick.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1900-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1900-1-200x102.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 20 im Jahr 1900" title="Reddelicher Häuslerei 20 im Jahr 1900" width="200" height="102" class="alignright size-thumbnail wp-image-3538" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 20 in einer Postkartenansicht um 1900.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1968-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1968-1-200x145.jpg" alt="Reddelich, Straßenhaus 1968" title="Reddelich, Straßenhaus 1968" width="200" height="145" class="alignright size-thumbnail wp-image-3539" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 20 in einer Ansicht von 1968.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1968-2.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-1968-2-200x144.jpg" alt="Reddelich, Straßenhaus 1968" title="Reddelich, Straßenhaus 1968" width="200" height="144" class="alignright size-thumbnail wp-image-3540" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 20 in einer Ansicht von 1968.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-2009-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-20-2009-1-200x98.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 20 im Jahr 2009" title="Reddelicher Häuslerei 20 im Jahr 2009" width="200" height="98" class="alignright size-thumbnail wp-image-3541" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 20 in einer Ansicht von 2009.</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-22-2011-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-22-2011-1-200x144.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 22 im Jahr-2011" title="Reddelicher Häuslerei 22 im Jahr-2011" width="200" height="144" class="alignright size-thumbnail wp-image-3550" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 22, ehemalige Stellmacherei Susemihl, in einer Ansicht von 2011</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-22-2011-2.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerei-22-2011-2-200x145.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 22 im Jahr-2011" title="Reddelicher Häuslerei 22 im Jahr-2011" width="200" height="145" class="alignright size-thumbnail wp-image-3551" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 22, ehemalige Stellmacherei Susemihl, in einer Ansicht von 2011</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerreihe-B-105-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Häuslerreihe-B-105-1-200x115.jpg" alt="Reddelicher Häuslerei 30 im Jahr 2009" title="Reddelicher Häuslerei 30 im Jahr 2009" width="200" height="115" class="alignright size-thumbnail wp-image-3508" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Häuslerei 30 in einer Ansicht von 2009. Im Hintergrund die Häuslereien 31 (orange) und 6 (hellblau).</h5>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><!-- Bild URL --></td>
</tr>
<tr>
<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5><!-- Bildtext--></h5>
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Von Reinhold Griese</strong></p>
<p>Im 19. Jahrhundert wanderten viele Mecklenburger aus. Die großen Verluste von Landeskindern wollte das Kammerkollegium Schwerin unter Friedrich Franz II. eindämmen. Deshalb wurden 1846 die <abbr title="Herzogliche Verwaltung, Domanium = Herzoglicher unmittelbarer Verfügungsbesitz">Domanialämter</abbr> in einem Zirkular angewiesen, für die Arbeitskräfte in den Domanialdörfern Häuslereien zu schaffen. Zu den Häuslereien gehörte ein eigenes Haus mit Land für einen Garten und zur Kleintierhaltung. So bildete sich die soziale Schicht der <b>Häusler</b> heraus. Ihre Erwerbsquelle war die Tätigkeit als Landarbeiter bei den Bauern und als Arbeiter in der Forst, beim Gleis- und Straßenbau sowie auch als Handwerker. In Reddelich entstanden diese Häuslereien ab 1850.</p>
<p>1846 (18.&nbsp;Mai) wurde das erwähnte Herzogliche <abbr title="Rundschreiben">Zirkular</abbr> zur Ansiedlung von <abbr title="Ländliche Wohneigentümer ohne oder mit kleinster Landwirtschaft">Häuslereien</abbr> erlassen.<br />
Der Großherzog erließ das sogenannte <strong>Häuslerpatent</strong>, um die massenhafte Flucht und Auswanderung von Tagelöhnerfamilien zu verhindern.<br />
Auszüge aus <strong>Grundbedingungen des Verhältnisses der Häusler</strong> und <strong>Zusatzakte zu den Grundbriefen über Häuslereien</strong>:<br />
Handwerkern, Tagelöhnern und <abbr title="zeitgenössisch für Mieter">Einlieger</abbr>, die bei Bauern oder <abbr title="Als Büdner wurden in Norddeutschland Hausbesitzer auf dem Lande bezeichnet, die ihren Lebensunterhalt nicht ausschließlich durch Landwirtschaft bestritten. Dementsprechend hatten Büdner, die auch Colonisten oder Cossaten genannt wurden, nur kleine Flächen in Pacht. Heute würden man sie als Nebenerwerbslandwirte bezeichnen.">Büdner</abbr> wohnten, durfte gestattet werden ein Haus zu bauen. Einzeln stehende Häuser waren nach einem Bebauungsplan in Häuserreihen zu errichten.<br />
Bedingungen für eine Baugenehmigung waren:</p>
<ul>
<li>ein feuerfestes Dach</li>
<li>nur für den Wohnungsbedarf einer Familie</li>
<li>kein Abweichen vom genehmigten Bauplan</li>
<li>nur Bauherren mit Einwohnerrecht im <abbr title="unmittelbarer herrschaftlicher Verfügungsbesitz">Domanium</abbr></li>
<li>Vermögen über 2/3 des Baugeldes</li>
<li>Versicherung des Hauses bei der Domanialbrandkasse</li>
<li>Vorkaufsrecht der Kammer</li>
<li>keine Parzellierung des Grundstücks und Zusammenlegung mit anderen Grundstücken</li>
</ul>
<hr />
<h4>Häuslerei 1</h4>
<p>Die ehemalige Häuslerei 1, in der Alten Dorfstraße zwischen der ehemaligen Schule und dem Kindergarten gelegen, wurde Ende der 1990er Jahre abgerissen. An der selben Stelle wurde ein neues Haus mit Mietwohnungen errichtet.</p>
<p>Historische Daten konnten bislang nicht in Erfahrung gebracht werden.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 2</h4>
<p>Am Ende der Alten Dorfstraße, vor der Torkelstube, gelegen existiert das Haus noch Heute und wird von der Familie Mertin bewohnt.</p>
<p><b>1851 wurde die Häuslerei von Joachim Kröger errichtet.</b><br />
Er war Fischhändler und stammte aus <abbr title="Heute Kühlungsborn West">Arendsee</abbr>. </p>
<p>1863 starb Joachim Kröger.</p>
<p>1866 war Sophie Voß, geb. Kröger (die Witwe?) die Besitzerin.</p>
<p><b>1900 erbte der voreheliche Sohn, der Zimmermann Hermann Kröger, die Häuslerei.</b> </p>
<p><b>1931 übernahm Hans Kröger das Anwesen.</b><br />
Der Wert der Häuslerei wurde mit 3.500 Goldmark angegeben.</p>
<p><strong>1969 übernahm Manfred Mertin mit seiner Frau Renate die Häuslerei.</strong></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 3</h4>
<p>Die Häuslerei 3, lange Zeit ein einzel stehendes Haus am Weg nach Jennewitz, auf der linken Seite zwischen der Kohlscheune und der Häuslerei 2, ist Heute von Eigenheimen flankiert. Es ist das Elternhaus von Resi Kaykan, geb. Elmer, die mit ihrer Familie das Haus gegenwärtig bewohnt.</p>
<p><strong>1853 erwarb der Arbeitsmann Frahm die Häuslerei 3 mit <abbr title="315 m²">15 Quadratruten</abbr> für </strong> <a title="Begriffserläuterung bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurantm%C3%BCnze" target="blank"><span style="color: #800080;">28 Schilling Kurant</span></a>. </p>
<p><strong>1871 übernahm sie der Knecht Johann Stark aus Glashagen.</strong></p>
<p><strong>1904 wurde der Fischhändler Christian Hameister Eigentümer der Häuslerei.</strong></p>
<p><strong>1909 kaufte der Maurer Heinrich Puls aus Rostock das Anwesen.</strong> </p>
<p><strong>1918 erwarb der Arbeiter Heinrich Reimer für 6.500 Mark die Häuslerei.</strong> </p>
<p><strong>1927 kaufte Paul Hallier aus Stülow die Häuslerei.</strong><br />
Sie war belastet mit einer Schuld von 5.600 Mark. Gläubiger waren Uplegger aus Steffenshagen, Heinrich Puls und Hans Barten.</p>
<p>1993 wurde das Grundstück geteilt. Auf dem unbebauten Teil errichtete Rainer Elmer sein Eigenheim.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 4</h4>
<p>Das Haus in der Einbahnstraße zwischen B 105 und Bäcker wird Heute von der Familie Saß bewohnt und mit Hühner- und Kaninchenhaltung sowie einem großen Obst- und Gemüsegarten bewirtschaftet.<br />
In der RADUCLE Nr. 14 veröffentlichte Reinhold Griese einen Artikel über Emma Saß, die viele Jahre Hauseigentümerin war, aus dem nachfolgend zitiert wird:</p>
<blockquote><p>
RADUCLE möchte die ältesten Bürger unserer Gemeinde vorstellen und mehr über ihr Leben erfahren. Aus diesem Grunde habe ich Frau Emma Saß besucht und ein Gespräch mit ihr und mit ihrem Sohn Peter geführt. (&hellip;)</p>
<p>(&hellip;)In dieser Zeit kannte jeder jeden. Im Jahre 1945 lebten in der damaligen Häuslerei Nr. 4 insgesamt vier Generationen. Das waren die Urgroßmutter Minna Bartels, auch Größing genannt, deren Tochter Anna Schultz, wiederum deren Tochter Emma Saß und die beiden Kinder Gerda und Peter Saß. Männer gab es nicht im Haushalt. Hans Bartels war 1931 verunglückt, Paul Schultz war schon 1944 verstorben und Hans Saß war im 2. Weltkrieg geblieben. Erst nach der Wende erhielt die Familie die Auskunft, dass er in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft hinter dem Ural verstorben war. Da lässt es sich denken, dass es für die Familie nicht einfach war, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Leben war durch fleißige Arbeit geprägt.<br />
Die Häuslerei Nr. 4, die im Jahre 1853 entstanden ist, befindet sich seit 1906 im Familienbesitz. Das Grundstück hat eine Größe von etwa 2000 m². Was muss man sich unter einer Häuslerei vorstellen? In der Mitte des 19. Jahrhunderts erließ der mecklenburgische Großherzog die Verordnung, Häuslereien (Grundstücke mit Haus und Ackerfläche) zu schaffen. Damit sollte erreicht werden, dass die Menschen im Lande bleiben. So entstanden auch in Reddelich und Brodhagen seit 1851 Häuslereien, die die Menschen an Grund und Boden binden sollten. Das Leben der Häusler war hart. Neben der Haupterwerbsarbeit als Landarbeiter oder Handwerker musste das Ackerland hinter dem Haus sowie das Pachtland bearbeitet und das Vieh versorgt werden.<br />
Zur Häuslerei Nr. 4 gehören 2 Morgen von der Gemeinde gepachtetes Land, ein Stück auf dem Klosterberg und eins auf dem Mühlenberg am Weg nach Jennewitz. Beackert wurde das Land nacheinander von den Büdnern Hameister, Peters und Schlutow in Lohnarbeit. Verrechnet wurden diese Arbeitsleistungen mit der Arbeit der Familie bei den entsprechenden Büdnern in der Saison. An Vieh gab es Schweine, mehrere Ziegen und Hühner. Sie erwirtschafteten als sogenannte Selbstversorger die von ihnen benötigten wichtigsten Lebensmittel in Eigenarbeit.<br />
Frau Emma Saß, die älteste Bürgerin Reddelichs, erzählt aus ihrem Leben: „Die Schule besuchte ich in Reddelich von 1921 bis 1929. Die ganze Zeit war Fritz Kreuzfeldt mein Lehrer. Gerne hatte ich den Unterricht in Rechnen. Nach der Schulzeit bin ich fast 5 Jahre bei der Familie Köller in Stellung als Dienstmädchen gegangen. Anna und Helmut Köller besaßen die Häuslerei 25, heute F 105 Nr. 17, vielen auch als Villa Franck bekannt. Helmut Köller war Gutsinspektor bei Neustrelitz gewesen. Bei den Köllers musste ich alle Haus- und Gartenarbeit machen. Danach war ich bei dem Molkereiverwalter Bastian in Stellung. Auch hier machte ich Haus- und Gartenarbeiten. Im Jahre 1937 habe ich dann meinen Mann Hans Saß geheiratet. Wir wohnten bis 1945 in der Häuslerei 29, die heute dem ehemaligen Bahnhofsvorsteher Heyden gehört.(&hellip;)
</p></blockquote>
<p><strong>1853 erwarb der Maurergeselle Johann Schmidt die Häuslerei 4. </strong></p>
<p><strong>1895 wurde sie an den Maurer Heinrich Starck verkauft.</strong> </p>
<p><strong>1906 kam die Häuslerei in den Besitz der Familie Bartels/Schulz/Saß.</strong></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 5</h4>
<p>Bei ihr handelt es sich um den heutigen Kindergarten in der Alten Dorfstraße. Das Grundstück befindet sich in Gemeindebesitz, die Kindertagesstätte wird in Trägerschaft der Volkssolidarität bewirtschaftet.</p>
<p><strong>1859 ließ sich Christian Rowoldt, Einlieger und Arbeitsmann, das Wohnhaus der Häuslerei 5 erbauen. </strong><br />
Das Grundstück ist 1886 m² groß. Sein Vermieter, Johann Bull von der Büdnerei 1, musste die Mietwohnung, die Christian Rowoldt bis dahin bewohnte, eingehen lassen. </p>
<p><strong>1886 wurde die Häuslerei an den Tagelöhner Christian Schuldt verkauft. </strong></p>
<p><strong>1899 wurde der Büdner Joachim Bull Besitzer. </strong></p>
<p><strong>1903 kaufte die Arbeiterfrau Sophie Vikus, geb. Hennings aus Lichtenhagen die Häuslerei.</strong> </p>
<p><strong>1911 erwarb August Bartels das Anwesen. Er fiel im 1. Weltkrieg, 1918 in Frankreich.</strong><br />
Seine Witwe Frieda heiratete Martin Ohl. </p>
<p><strong>1933 übernahm der Sohn von Frieda Ohl und August Bartels,(aus der ersten Ehe) das Haus. </strong><br />
Er verpflichtete sich, seine Mutter zu pflegen, die nur eine Rente von 40 Mark erhielt. Dies wurde als Erbgrund in die Gehötsakte eingetragen.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 6</h4>
<p>Das hellblaue Gebäude an der Einfahrt in die Alte Dorfstraße von der B 105 zum Bäcker auf der linken Seite ist vielen noch als Gaststätte bekannt. Mittlerweile ist das Anwesen wieder in Privatbesitz und wird von der Eigentümerfamilie bewohnt.</p>
<p><b>1869 bekam Christoph Fett, nachdem er mehrfach einen Bauplatz für eine Häuslerei beantragt hatte, diesen zugewiesen.</b><br />
Er wurde beauflagt das Haus 16 m von der Straße entfernt zu bauen. </p>
<p>1877 wurde ein Stallgebäude errichtet. </p>
<p><b>1892 erbten die Töchter des verstorbenen Christian Fett, Maria Schlutow (vgl. Büdnerei 17) und Maria Henrike Elise Hass deren Mann Heinrich eine Gastwirtschaft eröffnete.</b> </p>
<p><b>1924 bzw. 1923 verstarben Heinrich und Maria Hass. Erben waren zu 1/3 die Nichte von Heinrich Hass, die Arbeiterwitwe Sophie Radder (vergl. Häuslerei 24 ) und zu 2/3 die Nichte von Maria Hass, die Landwirtswitwe Meta Westphal (vergl. Büdnerei 17).</b> </p>
<p><b>1925 wurde ein Kaufvertrag mit Frieda Schumacher, Ehefrau des Arbeiters und Schankwirts Hans Schumacher abgeschlossen.</b> </p>
<p>1929 erhielt die Schankwirtschaft den Namen <b>zum deutschen Frieden</b> </p>
<p><b>1937 wurde das Dachgeschoss ausgebaut.</b></p>
<p><strong>1959 übernahm die Konsum Genossenschaft die Gastwirtschaft umd setzte Ernst und Irma Reinke als Gastwirte ein.</strong><br />
Aus den Erinnerungen von Ernst und Irma Reincke veröffentlichte die RADUCLE in ihrer 1. Ausgabe einen Artikel. Hier ein Auszug:</p>
<blockquote><p>
&raquo;Am 3. Februar 1959,&laquo; so erzählt Irma Reincke, als wäre es erst gestern gewesen, &raquo;;übernahm der Konsum die Dorfgaststätte in Reddelich von Familie Schumacher. Seit dieser Zeit waren wir, mein Mann und ich hier tätig. Zuerst führten wir nur Getränke, erst später begannen wir auch einen Imbiss zu reichen. So konnten wir uns aber nicht über Wasser halten. Also begann ich zu kochen, zuerst kleine Gerichte. Das kam im Dorf gut an. Na es gab eben Essen wie bei Muttern zu Haus. Wir führten die Gaststätte als Ehepaar bis 1990.&#038;laquo<br />
Die Stimme von Frau Reincke hob sich und das was sie zu sagen hat, äußert sie voller Stolz. Dazu haben die Reinckes auch allen Grund. Erzählt man heute über alte Zeiten, so ist die Kochkunst von Irma noch in aller Munde. Da wird die Hochzeitssuppe ebenso gerühmt wie &raquo;de Brattüffeln&laquo; mit Speck und Zwiebeln oder &raquo;dat beleiwte Isbein&laquo;. Man trafsich in der Kneipe zum Schwatz und Ernst Reincke hatte den Laden stets voll im Griff. Er verstandes, das kühle Fassbier zu zapfen.<br />
Irma Reincke berichtet ganz in Erinnerungen versunken, dass sie bald täglich ca. 100 Essen zubereitete und freut sich mit ihren 75 Jahren, dass sie das damals alles schaffte. Bald hatte sich die gute Küche herumgesprochen und nicht nur Reddelicher ließen sich zu Festen, Feiern und anderen Gesellschaften vom guten Geschmack der Speisen verwöhnen. Sie erwähnt<br />
Hochzeiten, Jugendweihen, Silberhochzeiten, Tanzveranstaltungen, Erntefeste, Jahresabschlüsse und LPG- Feste.<br />
(&hellip;)
</p></blockquote>
<hr />
<h4>Häuslerei 7</h4>
<p>In der Hauslerreihe in der Alten Dorfstraße, zwischen B 105 und Bäcker, ist die Häuslerei 7 das zweite Haus (mit First parallel zur Straße). Es wird Heute von der Familie Heinz Schultz bewohnt.</p>
<p><b>1874 war das Haus im Besitz von dem Maurer Hermann Schmidt.</b> </p>
<p><b>1899 kaufte der Maurer Christian Prüter das Anwesen.</b></p>
<p><b>1910 übernahm der Händler Heinrich Dreyer die Häuslerei. </b></p>
<p>1931 erbten die Häuslerei: der Händler Carl Dreyer (vgl. Häuslerei 16), Frieda Schwanbeck, Lina Bitter, Wilhelm Dreyer und der Musiker Heinrich Dreyer (vgl. Häuslerei 18). </p>
<p><b>1931 verkauften die Erben die Häuslerei den Forstarbeiter Heinrich Bohsack.</b> </p>
<hr />
<h4>Häuslerei 8</h4>
<p>In der Hauslerreihe in der Alten Dorfstraße, zwischen B 105 und Bäcker, ist die Häuslerei 8 das vierte Haus (mit First parallel zur Straße). Das Grundstück ist 2757 m² groß.</p>
<p>1874 erbaute der Maurergeselle Christian Vick das Haus.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 9</h4>
<p>1874 von Joachim Pentzien errichtet, existiert die Häuslerei Heute nicht mehr. Wo sie einst gestanden und wer sie wann und warum abgerissen hat, ist derzeit nicht ermittelt.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 10</h4>
<p>Bei dem Anwesen handelt es sich um das vorletzte Haus in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin.<br />
In der Erzählung von Alexander Stenbock-Fermor  &raquo;Das Haus des Hauptmann von Messer&laquo; (vgl. Büdnerei 24) taucht die Witwe Schultze  mit ihrem Bruder, dem Lustmörder Wacker, auf. Er soll als Jüngling ein minderjähriges Mädchen entführt haben. Dafür bekam er einige Jahre Zuchthaus. Tatsache ist, dass der Gärtner Friedrich Wacker wegen Geistesschwäche entmündigt worden war.</p>
<p>1882 wurde das Grundstück der der Hufe V entnommen und bebaut.</p>
<p>1892 wurde das Wohnhaus, nachdem es durch Brandstiftung abgebrannt war, wieder aufgebaut. </p>
<p><b>1894 erwarb der Lehrer a. D., Heinrich Wacker aus Papendorf, die Häuslerei.</b> </p>
<p><b>1908 besaß Fräulein Pauline Wacker das Anwesen.</b></p>
<p><b>1931 war die Lehrerwitwe Julie Schultz, geb. Wacker, als Eigentümerin verzeichnet.</b> </p>
<p><b>1939 erwarb ein Polizeihauptwachmeister aus Warnemünde das Haus.</b>  </p>
<hr />
<h4>Häuslerei 11</h4>
<p>Das Haus, es ist das letzte in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin, wird heute von der Familie Harms bewohnt.</p>
<p>1882 wurde die Häuslerei 11 aus der Hufe V abgeteilt und von dem Altschuster Joachim Zierow gekauft. </p>
<p>1895 erwarb der Arbeiter Johann Schön für 4.200 Mark die Häuslerei. </p>
<p>1909 wurde Anna Schönfeldt, geb. Schön in das Grundbuch eingetragen. Sie verkaufte das Anwesen an den <b>Erbpächter Johann Uplegger aus Wittenbeck</b>, der es an seine Tochter <b>Berta Baade, Ehefrau des Hofbesitzers Wilhelm Baade</b> (vgl. H  IV) vererbte. </p>
<p><b>1929 kaufte die Deutsche Reichspost das Grundstück.</b> Der Postbote Rudolf Malchow wohnte in dem Haus. </p>
<p><b>1934 erwarb der Arbeiter Wilhelm Pentzin die Häuslerei.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 12</h4>
<p>Das Anwesen steht in der Häuslerreihe am Ortsaugang in Richtung Kröpelin auf der linken Seite der B 105.</p>
<p><b>1888 wurde das Grundstück der Hufe V entnommen und vom Arbeitsmann Heinrich Gloede gekauft.</b> </p>
<p>1898 wurde aus dem Stall eine zweite Wohnung als Mietwohnung gebaut. </p>
<p><b>1907 übernahm der Arbeitsmann Heinrich Düwel die Häuslerei.</b> </p>
<p><b>1917 war Martha Haeseler, geb. Hallier die Besitzerin.</b> </p>
<p><b>1919 kaufte August Patzer, ein Pensionär aus Strelitz das Haus.</b> </p>
<p><b>1920 erwarb es der Eisenbahnbeamte Ludwig Schoof.</b> </p>
<p><b>1932 wurde der Arbeitsmann Hermann Bannow Eigentümer.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 13</h4>
<p>Das Anwesen steht in der Häuslerreihe am Ortsaugang in Richtung Kröpelin auf der linken Seite der B 105.</p>
<p><b>1882 wurde die Häuslerei aus der Hufe V abgetrennt und auf dem Grundstück ein Wohnhaus gebaut. Bauherr war der Arbeitsmann Johann Schönfeldt.</b> </p>
<p><b>1935 übernahm Wilhelm Schönfeldt die Häuslerei. Er war wegen Erblindung Invalidenrentner.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 14</h4>
<p>Das Anwesen steht in der Häuslerreihe am Ortsaugang in Richtung Kröpelin auf der linken Seite der B 105.</p>
<p><b>1888 wurde auf dem Grundstück durch den Maurerpolier Wieck aus Kröpelin das Haus erbaut.</b> Das Grundstück wurde der Hufe V entnommen.</p>
<p><b>1903 erwarb der Milchfahrer Joachim Garbe aus Brodhagen die Häuslerei.</b> </p>
<hr />
<h4>Häuslerei 15</h4>
<p>Das Anwesen als letztes in der Häuslerreihe am Ortsaugang in Richtung Kröpelin auf der linken Seite der B 105.</p>
<p><b>1887 erwarb der Chausseewärter Ammon die Häuslerei.</b> Er konnte den Bauplatz nicht nutzen, da er verpflichtet wurde, im Chausseehaus (vgl. Häuslerei 20) zur Miete zu wohnen. Das Grundstück wurde der Hufe V entnommen.</p>
<p>1889 baute dann der Zimmermann Johann Bull das Wohnhaus mit einem Stall. </p>
<p><b>1895 kaufte der Forstarbeiter Joachim Schulz die Häuslerei.</b> </p>
<p>1896 wurde der Stall mit dem Wohnhaus durch einen Zwischenbau verbunden. </p>
<p><b>1903 verkaufte Joachim Schulz die Häuslerei an den Arbeiter Wilhelm Fink</b>, weil er ine Büdnerei in Groß Tessin bei Glasin übernommen hatte.</p>
<p><b>1906 kaufte der Chausseewärter Karl Böther das Anwesen.</b></p>
<hr />
<p>Bei dem Anwesen handelt es sich um das vorletzte Haus in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin.<br />
In der Erzählung von Alexander Stenbock-Fermor  &raquo;Das Haus des Hauptmann von Messer&laquo; (vgl. Büdnerei 24) taucht die Witwe Schultze  mit ihrem Bruder, dem Lustmörder Wacker, auf. Er soll als Jüngling ein minderjähriges Mädchen entführt haben. Dafür bekam er einige Jahre Zuchthaus. Tatsache ist, dass der Gärtner Friedrich Wacker wegen Geistesschwäche entmündigt worden war.</p>
<p>1882 wurde das Grundstück der der Hufe V entnommen und bebaut.</p>
<p>1892 wurde das Wohnhaus, nachdem es durch Brandstiftung abgebrannt war, wieder aufgebaut. </p>
<p><b>1894 erwarb der Lehrer a. D., Heinrich Wacker aus Papendorf, die Häuslerei.</b> </p>
<p><b>1908 besaß Fräulein Pauline Wacker das Anwesen.</b></p>
<p><b>1931 war die Lehrerwitwe Julie Schultz, geb. Wacker, als Eigentümerin verzeichnet.</b> </p>
<p><b>1939 erwarb ein Polizeihauptwachmeister aus Warnemünde das Haus.</b>  </p>
<hr />
<h4>Häuslerei 11</h4>
<p>Das Haus, es ist das letzte in der Häuslerreihe auf der rechten Seite der B 105 in Richtung Kröpelin, wird heute von der Familie Harms bewohnt.</p>
<p>1882  und von dem Altschuster Joachim Zierow gekauft. </p>
<p>1895 erwarb der Arbeiter Johann Schön für 4.200 Mark die Häuslerei. </p>
<p>1909 wurde Anna Schönfeldt, geb. Schön in das Grundbuch eingetragen. Sie verkaufte das Anwesen an den <b>Erbpächter Johann Uplegger aus Wittenbeck</b>, der es an seine Tochter <b>Berta Baade, Ehefrau des Hofbesitzers Wilhelm Baade</b> (vgl. H  IV) vererbte. </p>
<p><b>1929 kaufte die Deutsche Reichspost das Grundstück.</b> Der Postbote Rudolf Malchow wohnte in dem Haus. </p>
<p><b>1934 erwarb der Arbeiter Wilhelm Pentzin die Häuslerei.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 16</h4>
<p>Das farblich markante Haus an der B 105, Ecke Stülower Weg, wurde in den vergangenen Jahren von verschiedenen Besitzern als Gaststätte genutzt, konnte jedoch nicht etabliert werden. Heute (Anfang 2012) sieht das Anwesen etwas verwahrlost aus und steht zum Verkauf.</p>
<p><b>1885 wurde das Haus von den Händlern (?) Kadow und Karl Dreyer errichtet.</b><br />
Es wurde festgelegt, dass kein Übergang über den Chausseegraben sondern der Eingang vom Stülower Weg aus eingerichtet werden musste. Wohnhaus und Stall mit Waschküche wurden getrennt errichtet. </p>
<p>1933 Wurde eine Schmiede an das Wohnhaus angebaut. </p>
<hr />
<h4>Häuslerei 17</h4>
<p>Dabei handelt es sich um ein Anwesen in der Häuslerreihe an de B 105 zwischen Motorrad Timm und dem Abzweig nach Glashagen an der Ampelkreuzung. Heute gehört das Haus Andreas Petschow und seiner Frau.</p>
<p><b>1887 wurde das Wohnhaus vom Arbeitsmann Heinrich Hamann aus Brodhagen errichtet. </b></p>
<p><b>1895 kaufte der Arbeiter Friedrich Rowoldt aus Obersteffenshagen das Haus.</b> Er wurde als Händler geführt. </p>
<p>1896 baute er rechts vom Wohnhaus einen Stall und eine Scheunendiele an. </p>
<p>1902 folgte der Bau eines Rauchbodens und eines Wagenschauers. </p>
<p>1927 wurde eine Schlachterei in dem Gebäude eingerichtet. Dazu wurde ein Schlachtraum ausgebaut. </p>
<p>1928 baute Friedrich Rowoldt eine Garage an.</p>
<p>1930 kam der Anbau zu Wohnraum an der linken Seite des Wohnhauses dazu. </p>
<p>1933 wurden der Schlachtraum und die Räucherkammer erweitert. </p>
<p><b>1941 erbte Wilhelm  Rowoldt die Häuslerei von seinem mittlerweile verstorbenen Vater Friedrich.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 18</h4>
<p>Das Anwesen in der Häuslerreihe an de B 105 zwischen Motorrad Timm und dem Abzweig nach Glashagen an der Ampelkreuzung gehört Heute der Familie Schildt.</p>
<p><strong>1888 wurde die Häuslerei von dem Arbeitsmann Carl Reincke aus Steffenshagen errichtet.</strong> </p>
<p>In der RADUCLE Nr. 9 veröffentlichte Prof. Erich Dreyer nachfolgenden Artikel über die Zeit der Häuslerei 18 als Reddelicher Poststelle:</p>
<blockquote><p>
An der heutigen Bundesstraße 105, früher ganz einfach an der Chaussee genannt, in der Häuslerei 18, gab es bis in die späten 40er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Poststelle. Für deren Unterbringung hatte das Doberaner Postamt im Haus der Familie Heinrich und Emma Dreyer ein Zimmer gemietet.<br />
Heinrich Dreyer war der &rsaquo;Postmeister&lsaquo;! So nannte man ihn im Dorf, in Wirklichkeit war er ein &rsaquo;Posthalter&lsaquo;, der nicht einmal verbeamtet war. In Abwesenheit vertrat ihn die Emma! So einfach waren damals die Regeln.</p>
<p>Außer den Dreyers arbeiteten bei der Post noch zwei Briefträger: Rudolf Malchow und Hans Vick waren die Auserwählten. Ihre Aufgabe war es, Briefe, Pakete und Zeitungen im Reddelicher Zustellbereich auszutragen. Außer Reddelich gehörten dazu auch noch Steffenshagen, Glashagen und Retschow. Fahrzeuge gab es für die Wege nicht, die Strecken sollten so bemessen sein, dass man sie <i>per pedes</i> bewältigen könne. Die Briefträger benutzten dafür aber ihre eigenen Fahrräder, nur im Winter mussten sie oft zu Fuß gehen, denn viele Wege waren verschneit.<br />
Die Poststelle war einfach, man könnte sagen spartanisch eingerichtet: Ein stabiler Schreibtisch mit Geldfach (den Begriff &rsaquo;Safe&lsaquo; kannte man damals kaum) war der Arbeitsplatz des Posthalters. Ein zweiter Tisch diente den Briefträgern als Arbeitsplatz. Dort bereiteten sie die Postsendungen für den Zustellgang vor. Zum Arbeitsumfang der Beiden gehörte desweiteren auch noch das Bedienen der Bahnpost. Zweimal am Tage kam die Post per Zug und ging auf dem gleichen Wege ab. Die Züge führten dazu extra einen Postwagen mit, der mit Postbeamten besetzt war. Während des kurzen Halts der Züge auf dem Bahnhof fand praktisch ein Austausch statt: Der Bahnpostschaffner gab einen Sack mit Postsendungen heraus, und die Reddelicher Postler gaben einen Sack mit Post hinein. Sie haben richtig gelesen: Die Postsendungen wurden damals in Säcken befördert. Sie waren mit dem Postabzeichen gekennzeichnet, und sie hatten Streifen in den Farben Schwarz-Weiß-Rot.</p>
<p>Die Poststelle war gleichzeitig auch Öffentliche Fernsprechstelle, d.h., von dort konnte jeder Kunde telefonieren. Die Technik bestand aus einem Wandapparat mit feststehender Sprechmuschel, einem am Apparat hängenden Hörer und einer Kurbel. Wollte man telefonieren, musste der Hörer abgehängt, und die Kurbel betätigt werden. Es meldete sich das Fernamt in Bad Doberan, dem man seine Wünsche mitteilen konnte.<br />
Diese öffentliche Sprechstelle wurde viel genutzt, denn im Ort gab es kaum weitere Telefone. Der Verfasser kann sich nur erinnern, dass Bäcker Hans Möller noch ans Fernsprechnetz angeschlossen war (Tel. 247).  Vielleicht hatten noch einige Großbauern einen Anschluss, aber das war weniger bekannt.<br />
Der Fernsprechverkehr spielte sich also überwiegend in Dreyers Postzimmer ab. Geheimnisse gab es dort nicht, denn alle Anwesenden hörten mit. So sprachen sich Freud und Leid vieler Einwohner schnell im Dorf herum. Den Begriff &rsaquo;Datenschutz&lsaquo; kannte man noch nicht. Es kam auch häufig vor, dass die Dreyers außerhalb der Dienstzeit, auch in den Nachtstunden, angesprochen oder geweckt wurden, wenn z.B, ein Arzt benötigt wurde, ein Unfall geschehen war usw.<br />
Die Post war auch eine Art Treffpunkt mancher Einwohner. Wer dort Bekannte und Gleichgesinnte traf nahm sich Zeit für einen kleinen Plausch. Manche Leute vereinbarten sogar die Post als Treffpunkt. Es gab zwar auch zwei Gaststätten im Dorf, aber ein Treff dort kostete ja Geld, in der Post kostete es nichts.<br />
Da der Heinrich Dreyer im Dorf noch weitere Aufgaben und Funktionen wahrnahm, er war z.B Gemeindekassierer, Wehrleiter der Feuerwehr und Leiter des Gesangvereins, wurden die damit verbundenen finanziellen und andere Vorgänge eben auch in der Post abgewickelt.</p>
<p>Gesagt werden muss noch, dass der &rsaquo;Postmeister&lsaquo; auch nebenberuflich arbeitete: Vom Beruf war er nämlich Musiker, mit einem ordentlichen Berufsabschluss einer Musikschule in Schwaan. Er blies die Klarinette und das Saxophon, und konnte auch das Schlagzeug bedienen. Dreimal in der Woche war in Doberan im Cafe auf dem Tempelberg Tanz. Dort war der Heinrich fest engagiert. Die Emma musste zu diesen Zeiten die Postpflichten wahrnehmen.<br />
1939 mit Kriegsbeginn wurde der Heinrich zur Wehrmacht einberufen, und jetzt war Mutter Emma Postmeister. Im Laufe der Zeit wechselten auch die Briefträger. Schumacher Heinrich Völker übernahm eine der Touren und eine Frau aus Steffenshagen die Zweite.<br />
Vater Heinrich hatte noch einmal Glück! Weil er schon auf die Fünfzig zuging, wurde er wieder entlassen, und nahm seine Aufgaben im Dorf wieder auf. Die Post wurde nach und nach zur &rsaquo;Feldpost&lsaquo;. Die meisten Briefe und Päckchen gingen jetzt an die Väter und Söhne, die Soldat waren, und irgendwo ihren Dienst taten. Das war jetzt geheim: In der Anschrift wurde nur eine Feldpostnummer angegeben. Ebenso kam Post von den Soldaten, die im Dorf mit Ungeduld erwartet wurden. Die Geldfrage war jetzt weitgehend uninteressant geworden, denn die Feldpostsendungen waren portofrei.<br />
So ging denn die Zeit dahin. Außer den Todesmeldungen, die von den Fronten eintrafen, war der Krieg ja weit von Reddelich entfernt. Lediglich Rostock wurde einige Male bombardiert, aber auch das war in den 40er Jahren für die meisten Einwohner auch noch relativ weit weg. Außer den Personalwechseln hatte sich in der Postarbeit nichts wesentliches verändert</p>
<p>Mit dem Ende des Krieges brach auch der Postdienst zusammen. Post traf nur noch sporadisch ein. Es gab keine Bahnpost mehr, also konnte auch keine Post abgehen. Das Amt in Bad Doberan arbeitete ebenfalls nicht, und es dauerte mehrere Wochen, bis es langsam wieder aufwärts ging. Vater Heinrich blieb noch auf seinem Posten.<br />
Aber das ging nur noch kurze Zeit. Als neue Leute die Post in Doberan übernahmen, war Heinrichs Zeit als &rsaquo;Postmeister&lsaquo; abgelaufen. Wegen seiner Parteimitgliedschaft und seines Engagements im Dorf, wurde er entlassen. Seine Aufgaben bei der Post übernahm für kurze Zeit noch Mutter Emma, aber auch das war den neuen Leuten nicht genehm.</p>
<p>&rsaquo;Postmeister&lsaquo; wurde jetzt Frau Gertrud Kruse, und Heinrich sollte sie noch einarbeiten, was er auch tat! Frau Kruse war die Ehefrau von Fleischermeister Walter Kruse, der bis zum Krieg die Fleischerei von Friedrich Rowo1d betrieben hatte, gleich im Hause neben der Post. Dorthin zog die Poststelle dann auch bald um.</p>
<p>Über das weitere Schicksal der Reddelicher Post kann der Verfasser keine Aussagen mehr treffen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong><br />
Ich, Erich Dreyer, bin der Sohn von Heinrich und Emma Dreyer. Die Häuslerei 18 war mein Geburtshaus, und ich verbrachte dort auch meine Kindheit und Jugend. Die hier aufgeschriebenen Fakten habe ich selbst erlebt.<br />
Das ich im Postamt Bad Doberan mit Unterbrechungen gelernt habe und dort zum Postler ausgebildet wurde, war sicher kein Zufall.
</p></blockquote>
<hr />
<h4>Häuslerei 19</h4>
<p>Die Daten werden noch recherchiert!</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 20</h4>
<p>Das Gebäude grenzt unmittelbar an die B 105 und ist so unschwer als ehemalige &raquo;Mautstation&laquo; zu erkennen. Heute wird die Häuslere als Mietobjekt für Wohnungen genutzt.</p>
<p><b>1889 wurde von der Chausseeverwaltung das Chausseegeldeinnahmegehöft an den Schmiedemeister  verkauft.</b><br />
Er trat in den Mietvertrag der Chausseeverwaltung mit dem Chausseegeldeinnehmer Fronober und dem Chausseewärter Ammon ein.<br />
Nachdem der Hanseatenweg (vgl. RADUCLE Nr. 7) seine Bedeutung als Hauptweg durch Reddelich verloren hatte reagierte Johann Roß. Er verlegte sein Gewerbe, die Schmiede, die Krugwirtschaft und das Kaufmannsgeschäft von der Büdnerei 3/4 zur Häuslerei 20.<br />
An das Wohnhaus wurde ein Stall angebaut und eine Schmiede errichtet. Weiterhin wurde ein Tanzsalon geschaffen. Am 2. Weihnachtsfeiertag 1889 fand das erste Tanzvergnügen statt. </p>
<p>1890 wurde neben der Schmiede eine Kegelbahn gebaut.</p>
<p>1901 wurde eine Maschinenhalle neben der Schmiede errichtet.</p>
<p><b>1911 erwarb der Schmiedemeister Carl Fernow aus Tessenow bei Parchim das Grundstück.</b><br />
Es waren 12.000 Mark Schulden ins Grundbuch eingetragen, davon 1.450 Mark für die Vereinsbrauerei Mecklenburgische Wirte zu Lübs. Er baute den Saal um. Eine Bühne mit Damen- und Herrengarderobe wurde geschaffen. </p>
<p>1923 wurde von dem Grundstück eine Fläche von 105 m² zur Errichtung eines Kriegerdenkmals abgetrennt.<br />
Eine Ersatzfläche aus den Gemeindeländereien von 1371 m² gegenüber zwischen Chaussee und Bahndamm wurde zur Verfügung gestellt. </p>
<p>1933 wurde die Ausgleichsfläche an die Spar- und Darlehnskasse verkauft, die dort ein Kunden- und Bürogebäude errichtete. Dieses wird nach Nutzung als LPG-Büro und einem kurzen Intermezzo als Blumenladen, Heute als MotoradWerkstatt und -Laden von der Firma Motorrad-Timm genutzt.</p>
<p>1928 wurde hinter der Maschinenhalle ein Kleinkaliberschießstand mit der Schießbahn in Richtung der Koppel des Hofes VIII von Baaade gebaut. </p>
<p><b>1948 wurde Betty Fernow als Eigentümerin des Grundstückes ins Grundbuch eingetragen.</b></p>
<hr />
<h4>Häuslerei 21</h4>
<p>Das Anwesen liegt rechts, jenseits der Bahngleise, am Stülower Weg.</p>
<p><b>1891/92 wurde das Wohnhaus gebaut. Bauherr war der Maurer Johann Gratopp. </b></p>
<p><b>1904 erwarb der Arbeitsmann Joachim Schröder das Grundstück.</b> </p>
<p><b>1910 wurde der Arbeitsmann Pau Bull Eigentümer der Häuslerei.</b> </p>
<p><b>1919 übernahm die Witwe Sophie Bull, die später Karl Junghans heiratete, das Anwesen.</b> </p>
<p>1949 wurde ein Überlassungsvertrag mit der Tochter Karla Baade, geb. Junghans abgeschlossen. Sie war mit Herbert, dem ältesten Sohn von Baade (Hufe VIII ) verheiratet.</p>
<hr />
<h4>Häuslerei 22</h4>
<p>Bei ihr handelt es sich um die ehemalige Stellmacherei Susemihl in der Alten Dorfstraße. Zu dieser veröffentlichte <b>Klaus Kretschmann in der RADUCLE Nr.10</b> ein Portrait des Stellmachers <b>Horst Susemihl</b> und seiner Familie, das nachfolgend Auszugsweise zitiert wird:</p>
<blockquote><p>
(&hellip;) Horst Susemihl hat in Reddelich und Umgebung, zwischen Rostock, Neubukow und Kühlungsborn, vielfältige Spuren seines handwerklichen Könnens hinterlassen. Er erzählt, wie alles begann: &raquo;Ich kam 1939 als Reddelicher zur Welt. Schon mein Vater Werner Susemihl betrieb in Reddelich auf unserem Grundstück eine Stellmacherei, die er 1938 von meinem Großvater Hermann Susemihl übernommen hatte. Nach Abschluss der 8. Klasse wurde ich 1954 in Hohenfelde Lehrling bei dem Stellmacher und Karosseriebauer Werner Beyer. Nach dem Tod meines Vaters im Jahre 1958 übernahm ich dessen Werkstatt und begann ein Meisterstudium, welches ich am 15.07.1959 erfolgreich als Stellmachermeister abschloss. Somit beging ich also in diesem Jahr mein 50jähriges Meisterjubiläum.&laquo; Von Beginn an dabei war der inzwischen verstorbene Geselle Manfred Milde, der über 40 Jahre in der Stellmacherei Susemihl arbeitete. Im Jahre 1970 heiratete Horst Susemihl seine Frau Irma, die Anfang der 70er Jahre für die kaufmännische Führung des Betriebes verantwortlich wurde, aber auch aktiv in der Werkstatt mitarbeitete. (&hellip;)</p>
<p>Wir sprechen über die ersten Berufsjahre in Reddelich. Auftraggeber waren zuerst die Bauern aus Reddelich und Umgebung, später auch die LPG. &raquo;Wir reparierten unter anderem Ackerwagen, einzelne Speichenräder, stellten Leitern aller Art her oder arbeiteten an Toren für Ställe und Scheunen. Ein Ackerwagen war übrigens mein Meisterstück. Aber die Materialbeschaffung war oft das Problem&laquo;, erzählt Horst Susemihl. &raquo;Morgens fuhr ich mit meiner <i>Touren-AWO</i>, einem Motorrad aus DDR-Produktion, zum Rostocker Osthafen, wo die zuständige ELG Metall (Einkaufs und Liefergenossenschaf) ihren Sitz hatte.Dort orderte ich, wenn ich Glück hatte, einen Stapel Holz, fuhr zurück nach Reddelich und lieh mir dort bei der MTS oder später bei der LPG einen Traktor mit Anhänger um das Holz abzuholen. Manchmal passierte es aber, dass mein Stapel in der Zwischenzeit von einem anderen Verkäufer aus Unkenntnis weiter verkauft worden war, so dass ich leer ausging.&laquo;<br />
Später wurden auch Arbeiten für größere Auftraggeber übernommen, so zum Beispiel für die Bäuerliche Handelsgenossenschaft, für den Konsum, für die Staatliche Forstwirtschaft, für den Kohlehandel und für die Großhandelsgesellschaft Obst und Gemüse. Aufträge betrafen jetzt unter anderem Ladeneinrichtungen, das Aufstellen von Baracken oder Aufbauten für LKW, die für den Personentransport umgerüstet wurden. Darum musste die alte Werkstatt durch einen Anbau erweitert werden. Als Transporter leisteten in den 60er Jahren ein Kleintransporter <i>Framo</i> und später bis zum Ende der DDR auch ein <i>Barkas B 1000</i>gute Dienste. &raquo;Der B 1000 wurde mir als schrottreifes Auto zugeteilt. Nach und nach habe ich ihn vom Kleinbus zum Transporter umgebaut, zum Glück aber auch mit einer Finanzspritze des Rates des Kreises Bad Doberan&laquo;, berichtet Horst Susemihl. Bis zum Jahr 1989 war Holz kontingentiert und auch Maschinen sowie Arbeitskleidung gab es nur auf Zuteilung. Dieses führte manchmal dazu, dass das Kontingent an Holz zum Jahresende auch eingekauft und eingelagert werden musste, wenn man im Jahr darauf keine Kürzung des Budgets hinnehmen wollte. Immer tatkräftig bei den Arbeiten dabei: Ehefrau und die beiden Töchter. So beim Entladen und Stapeln des Holzes. &raquo;Alles ohne Maschinen und manchmal bis hoch unter die Decke&laquo;, so Frau Susemihl.</p>
<p>Nach der Wende in der DDR fielen die ursprünglichen Auftraggeber weg. Private Auftraggeber wurden nun die vorrangigen Kunden. Fenster und Türen waren zu erneuern, Treppen oder Dachstühle mussten für den Um und Ausbau oder für den  Neubau errichtet werden. Hinzu kamen unter anderem Carports, Marktbuden, Wintergärten und Lauben. &raquo;Ein besonderer Auftrag war 1995 die Herstellung eines Schaufelrades für das Wasserspiel im Rostocker Hopfenmarkt&laquo;, berichtet Horst Susemihl. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, war Anfang der 90er Jahre die Werkstatt um eine Halle von 160 Quadratmetern erweitert worden und auch ein Transporter modernen Typs hatte den veralterten B 1000 abgelöst. Immer gefragt bis in die Gegenwart sind die traditionellen Handwerkstechniken des Stellmachers, sei es beim Aufarbeiten alter Holzspeichenräder für einen Jagdwagen für das Gut VorderBollhagen oder bei der Reparatur von Pferdekutschen. Manchmal mussten die morschen Räder von der Radnabe bis zu der Felge neu aufgebaut werden. Materialsorgen gibt es heute natürlich nicht mehr.</p>
<p>Aber neue, zuvor nicht gekannte Probleme tauchten auf. &raquo;Wir mussten nun oft unserem Geld hinterher laufen, was es in der DDR ja überhaupt nicht gab. Auftraggeber bezahlten nicht oder waren auf einmal unbekannten Aufenthalts&laquo;, fügt Frau Susemihl ein. &raquo;Und Prozesse, um an sein Geld zu kommen, dauern viele Jahre und lohnen den Aufwand meistens nicht.&laquo;<br />
Zum Jahresende 2004 ging Horst Susemihl dann in den wohlverdienten Ruhestand. (&hellip;)
</p></blockquote>
<p>1891 das Hofareal der Bauernstelle VI wurde nach einem Großbrand (<a title="Geschichte der Hufe VI" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/geschichte-der-hufe-6.php" target="blank"><span style="color: #800080;">vgl. Hufe VI</span></a>) in die Büdnerei 17 und die Häuslerei 22 aufgeteilt.<br />
<b>Der erste Eigentümer wurde der Stellmacher Fritz Köpcke.</b> </p>
<p>1898 kaufte Johann Thielke die Häuslerei.</p>
<p>1907 wurde der Stellmacher Hermann Susemihl Eigentümer des Anwesens </p>
<p>1937 übernahm der Sohn von Hermann, der Stellmacher Werner Susemihl das Haus und die Wekstatt.</p>
<p>1958 starb Werner Susemihl und sein Sohn Horst übernahm die Stellmacherei und das Grundstück.</p>
<hr />
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		<title>Am 29. Januar wurde in der Reddelicher Bauernscheune Plattdeutsch gesprochen.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 17:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken !!! De Elmenhorster Landlüüd gastierten in der Reddelicher Bauernscheune Auch die Künstler, immerhin eine Laienspielgruppe, waren sichtlich entspannt. Das Publikum amüsierte sich köstlich. Ihr Programm »Läuschen un Rimels vun gistern un hüüt« &#8230; Frau Schildt und Herr Jenak vom Kulturverein sorgten für die Bewirtung der Gäste &#8230; kam [...]]]></description>
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<td align="right" width="220"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-1.jpg" target="blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3410" title="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-1-200x131.jpg" alt="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" width="200" height="131" /></a></td>
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<td align="right" width="220"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-4.jpg" target="blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3413" title="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-4-200x126.jpg" alt="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" width="200" height="126" /></a></td>
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<h5>De Elmenhorster Landlüüd gastierten in der Reddelicher Bauernscheune</h5>
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<h5>Auch die Künstler, immerhin eine Laienspielgruppe, waren sichtlich entspannt.</h5>
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<h5>Das Publikum amüsierte sich köstlich.</h5>
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<h5>Ihr Programm »Läuschen un Rimels vun gistern un hüüt« &#8230;</h5>
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<td align="right" width="220"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-3.jpg" target="blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3412" title="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-3-200x135.jpg" alt="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" width="200" height="135" /></a></td>
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<td align="right" width="220"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-6.jpg" target="blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3415" title="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Landlüüd-in-der-Bauernscheune-6-200x136.jpg" alt="Elmenhorster Landlüüd in der Reddelicher Bauernscheune" width="200" height="136" /></a></td>
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<h5>Frau Schildt und Herr Jenak vom Kulturverein sorgten für die Bewirtung der Gäste</h5>
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<h5>&#8230; kam bei den Gästen gut an.</h5>
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</tbody>
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<p>Am 29. Januar hatte der Kulturverein in der Reddelicher Bauernscheune einen vergnüglichen Nachmittag für Freunde der Plattdeutschen Sprache mit  <strong>De Elmenhorster Landlüüd</strong> organisiert. Mit ihrem Programm <strong>»Läuschen un Rimels vun gistern un hüüt«</strong> eröffneten sie die Veranstaltungssaison 2012.<br />
Kurzentschlossene hatten &#8211; »im wahrsten Sinn des Wortes« &#8211; schlechte, oder besser, gar keine Karten, denn die Veranstaltung war schon im Vorfeld ausverkauft. Dass die Eintrittskarte eine gute Investition für den Gast war, zeigen nebenstehende Bilder des Nachmittags und nachfolgende Schilderung von <strong>Petra Schindler aus Reddelich</strong>, die durch die Veranstaltung führte:</p>
<blockquote><p>Der Dialekt war es, der Niederdeutsche, und die Parodien, der die Gäste in der ausverkauften Bauernscheune in Reddelich zum herzzerreißenden Lachen brachte. Die Mischung aus Witz, lustigen Sprüchen und musikalischer Unterhaltung machte die Veranstaltung komplett. De Elmenhorster Landlüüd, welche schon seit fast 7 Jahren an verschiedenen Orten touren, zeigten gekonnt Ihr Programm. Die parodierten Geschichten aus dem Leben der Mecklenburger und die dazu passende Musikuntermalung erhielten großen Applaus bei den Gästen. Aufgrund des tosenden Beifalls bekam das Publikum noch ein paar Zugaben außerhalb des Programms an diesem Abend.</p></blockquote>
<p>Vergessen werden soll auch nicht, dankend auf die ehrenamtlichen Helfer hinzuweisen, die bei der Vorbereitung halfen, dafür sorgten, dass kein Gast Hunger oder Durst erleiden musste und am Ende wieder für Ordnung sorgten.</p>
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		<item>
		<title>Die Geschichte der Reddelicher Büdnereien 14 bis 27</title>
		<link>http://www.kulturverein-reddelich.de/reddelicher-buednereien-16-bis-27.php</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chronikeintrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken !!! Übersicht der historischen Bauernhöfe Reddelichs in der heutigen Örtlichkeit. Die Büdnerei 14 in einer Ansicht von 2005 Die Büdnerei 14 in einer Ansicht von 2007 Die Büdnerei 16 in einer Ansicht von 2011 Die Büdnerei 17 in einer Ansicht von 2011 Das Wohnhaus der Büdnerei 24, Seinerzeit [...]]]></description>
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<td width="220" align="center"><b>Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken <br />!!! </b></td>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1-200x135.jpg" alt="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" title="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" width="200" height="135" class="alignright size-thumbnail wp-image-3193" /></a></td>
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<h5>Übersicht der historischen Bauernhöfe Reddelichs in der heutigen Örtlichkeit.</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-14-2005-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-14-2005-1-200x135.jpg" alt="Reddelicher Büdnerei 14 im Jahr 2005" title="Reddelicher Büdnerei 14 im Jahr 2005" width="200" height="135" class="alignright size-thumbnail wp-image-3544" /></a></td>
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<h5>Die Büdnerei 14 in einer Ansicht von 2005</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-14-2007-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-14-2007-1-200x120.jpg" alt="Reddelicher Büdnerei 14 im Jahr 2007" title="Reddelicher Büdnerei 14 im Jahr 2007" width="200" height="120" class="alignright size-thumbnail wp-image-3545" /></a></td>
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<h5>Die Büdnerei 14 in einer Ansicht von 2007</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-16-in-2011.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-16-in-2011-200x127.jpg" alt="Reddelicher Büdnerei 16 im Jahr 2011" title="Reddelicher Büdnerei 16 im Jahr 2011" width="200" height="127" class="alignright size-thumbnail wp-image-3493" /></a></td>
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<h5>Die Büdnerei 16 in einer Ansicht von 2011</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-17-in-2011.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-17-in-2011-200x140.jpg" alt="Reddelicher Büdnerei 17 im Jahr 2011" title="Reddelicher Büdnerei 17 im Jahr 2011" width="200" height="140" class="alignright size-thumbnail wp-image-3503" /></a></td>
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<td width="220">
<h5>Die Büdnerei 17 in einer Ansicht von 2011</h5>
</td>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/1939-Reddelich-Ansicht-Villa-Rowoldt-Foto-Tetzlaff.jpg"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/1939-Reddelich-Ansicht-Villa-Rowoldt-Foto-Tetzlaff-200x144.jpg" alt="Wohnhaus der Reddelicher Büdnerei 24 in einer Ansicht von 1939" title="Wohnhaus der Reddelicher Büdnerei 24 in einer Ansicht von 1939" width="200" height="144" class="alignright size-thumbnail wp-image-3454" /></a></td>
</tr>
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<h5>Das Wohnhaus der Büdnerei 24, Seinerzeit auch Villa Rowolt genannt, in einer Ansicht von 1939</h5>
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<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-a.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-a-200x125.jpg" alt="Wohnhaus der Familie Wellach, Reddelich 2009" title="Wohnhaus der Familie Wellach, Reddelich 2009" width="200" height="125" class="alignright size-thumbnail wp-image-3128" /></a></td>
</tr>
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<h5>Das Wohnhaus der Büdnerei 24 in einer Ansicht von 2009</h5>
</td>
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<td width="220" align="right"><!-- Bild URL --></td>
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<td width="220">
<h5><!-- Bildtext--></h5>
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Von Reinhold Griese.</strong></p>
<p>Die Einrichtung der Reddelicher Büdnereien 14 bis 27 erfolgte nicht nach einem zentralen Masterplan, sondern eher sporadisch nach Bedarf. Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands Ende des 19. Jahrhunderts bot auch vielen, sogenannten &raquo;kleinen Leuten&laquo;,die Chance bescheidene Vermögen zu bilden. Das eröffnete ehemaligen Knechten auf den Gütern oder Bauernhöfen, aber auch vielen nachgeborenen Bauernsöhnen die Möglichkeit, eine eigene Landwirtschaft aufzubauen.<br />
Die Büdnereien 14 und 15 wurden auf behördlicher Anordnung, vermutlich nach Antragstellung der späteren Büdner, an der Dorfgrenze zu Steffenshagen errichtet.<br />
Die Büdnereien 16 und 17 sind Höfe ehemaliger Hufen, die in deren Feldmark neu errichtet wurden.<br />
Die Büdnereien 18 bis 27 sind 1907 durch Aufteilung der Ländereien der Hufe IX, die nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgelöst wurde, gebildet worden. [UL/2012]</p>
<h4>Büdnerei 14</h4>
<p>Gelegen an der Steffenshäger Straße am Ortsausgang ist die Büdnerei 14 Heute nicht mehr als solche zu erkennen. Seit 2006 lebt dort die Familie Doris und Werner Fankhauser (siehe RADUCLE Nr. 6).</p>
<p>1846 wurden mit Neuregulierung der Feldmark von Reddelich neue Büdnerstellen geschaffen. Das Amt von Doberan hatte verfügt, dass dem Tischler Johann Bull und Andreas Waack, Sohn des Hauswirtes Johannes Waack (Hufe I) und Hausknecht im Logierhaus in Doberan, Büdnereien angeboten werden sollten. </p>
<p><b>1847 bekam Andreas Waack die Büdnerei 14 zugesprochen.</b> </p>
<p>1861 bewirtschaftete Johann Bull beide Büdnereien. </p>
<p><b>1866 übernahm der Arbeitsmann Joachim Reining die Büdnerei 14.</b> </p>
<p><b>1888 folgte ihm der Arbeitsmann Luidwig Schoof als Besitzer.</b></p>
<p><b>1909 starb Luidwig Schoof. Die Erben, Meta und Wilhelm Schoof, Lehrer in Wismar, verkauften die Büdnerei an den Arbeiter Friedrich Peters aus Rethwisch.</b> </p>
<p>1923 löst dieser den Kanon mit 1.556.400 Mark (den Gegenwert einer Kiste Zigarren¿) ab.</p>
<p><b>2005 wurde der Hof der Büdnerei durch die Erbengemeinschaft Peters an die Familie Fankhauser aus der Schweiz verkauft.</b><br />
Bewirtschaftet wurde der Hof bis dahin von Joachim (Jochen) Peters, der im Nebenerwerb Landwirtschaft betrieb. Die Familie Fankhauser riss die alten Gebäude auf dem Hof ab und errichtete ein modernes Einfamilienhaus an der Stelle. Damit verlor das Grundstück den Charakter einer Landwirtschaft. [UL/2012]</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 15</h4>
<p>1846 wurden mit Neuregulierung der Feldmark von Reddelich neue Büdnerstellen geschaffen. Das Amt von Doberan hatte verfügt, dass dem Tischler Johann Bull und Andreas Waack, Sohn des Hauswirtes Johannes Waack (Hufe I) und Hausknecht im Logierhaus in Doberan, Büdnereien angeboten werden sollten.</p>
<p><b>1847 bekam der Tischler Johann Bull die Büdnerei 15 zugesprochen.</b></p>
<p><b>1878 übernahm Wilhelm Allwardt von seinem Schwiegervater, dem Tischler Johann Bull, die Büdnerei 15.</b></p>
<p><b>1916 wurde der Maurer Carl Allwardt Besitzer der Büdnerei für 13.500 Mark.</b> </p>
<p>1923 löste Carl Allwardt den Kanon mit 1.594.917 Mark ab.</p>
<p><b>1926 der Zimmermann Wilhelm Allwardt, aus Bartenshagen, Bruder von Carl Allwardt, wurde der Büdner.</b></p>
<p>1949 wollten Hans Reincke und der Kaufmann Wegner aus Steffenshagen die Ländereien der Büdnerei pachten. Die Behörde lehnte dieses mit der Begründung ab, dass sich auf der Büdnerstelle Neubürger eine Existenz schaffen könnten.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 16</h4>
<p>Der Hof, im Dorfzentrum am Bäudnerbarg gelegen, wird Heute von der Familie Morwinsky gärtnerisch bewirtschaftet.<br />
Die Büdnerei 16 ging aus der Erbpachthufe Nr. VII zu Reddelich hervor. </p>
<p>1882 erbaute der Erbpächter Johann Frahm eine neue Hofstelle in seiner Feldmark am Weg nach Glashagen.<br />
Die ehemalige Hofstelle wurde die Büdnerei Nr. 16 mit <abbr title="2ha,22 a und 20 m²">1025 Quadratruten</abbr> Land. Sie wurde an den Büdner Christoph Vanheiden von der Büdnerei 7 für die Summe von 9.600 Mark verkauft. </p>
<p><b>1906 erbte Carl Vanheiden (geb. 1872), der Sohn von Christoph Vanheiden die Büdnerei.</b></p>
<p><b>1914 übernahm Wilhelm Vanheiden (Sohn von Christoph, geb.:1879), die Büdnerei 16.</b> </p>
<p>1928 wurde einer Scheune gebaut.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 17</h4>
<p>Die alten Gebäude der Büdnrei 17, gelegen in der Alten Dorfstraße neben der ehemaligen Stellmacherei Susemihl, wurden Anfang 2012 abgerissen, nachdem das Grundstück die Familie Godemann gekauft hatte. Das zur Büdnerei gehörende Land wurde bereits vorher verkauft, so dass die Geschichte der Büdnerei 17 spätestens hier endet.</p>
<p>1891 brannte durch ein Großfeuer (<a title="Geschichte der Hufe V" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/geschichte-der-hufe-5.php" target="blank"><span style="color: #800080;">Näheres zu dem Brand</span></a>) im Dorf die Erbpachthufe III und VI ab. Der Hof der Hufe wurde am Weg nach Glashagen neu aufgebaut. Aus der Hofstelle in der Dorfmitte entstanden die Büdnerei 17 und die Häuslerei 22. Die Büdnerei mit einer Größe von 2 ha, 16 a und 95 m² erwarb der Fuhrmann Heinrich Schlutow. Seine Tochter Meta war mit einem Westphal verheiratet, der 1915 im I. Weltkrieg fiel (Wilhelm Westphal, geb.1876 [aus der <a title="Gefallenenliste WK I" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/08/Gefallene-WK-I.pdf" target="blank"><span style="color: #800080;">Gefallenenliste WK I</span></a>]).</p>
<p>1892 wurde im Grundbrief festgelegt, dass die Büdnerei nicht parzelliert und mit anderen Grundstücken zusammengelegt werden durfte. Nur der ungeteilte Besitz durfte vererbt werden.<br />
Herr Sven Morwinsky stellt uns freundlicherweise aus seinem Archiv eine Ablichtung von der Grundbriefausfertigung 1892 zur Verfügung: <a title="Grundbrief Büdnerei 17, Ausfertigung 1892" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/02/Büdnerei-17-Grundbrief-1892.pdf" target="blank"><span style="color: #800080;">Grundbrief Büdnerei 17, Ausfertigung 1892</span></a></p>
<p>1911 wurde eine Mietwohnung angebaut.</p>
<p>1924 wurde der Stall umgebaut. </p>
<p><b>1937 bekam Otto Westphal, Sohn von Meta Westphal von seinem Großvater die Büdnerei durch Schenkung.</b> </p>
<p>1960 trat Otto Westphal der LPG Typ I Reiche Ernte bei.</p>
<p>1993 kehrte Horst Westphal, Sohn von Otto Westphal auf den elterlichen Hof zurück und machte sich mit Dienstleistungen Rund um Elektronikartikel selbstständig. Landwirtschaft betrieb er keine mehr.</p>
<p>2010 starb Horst Westphal. Seine Söhne waren zu diesem Zeitpunkt auswärts etabliert und hatten kein Interesse an dem Hof, auf dem die Gebäude zusehends verfielen.</p>
<p>2011 wurde der Hof Zwangsversteigert.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 18</h4>
<p>1907 wurde die Büdnerei 18 durch Aufteilung der Hufe IX gegründet. An der B105, direkt am Bad Doberaner Kellerswald gelegen hat sie eine Größe von 7 Hektar und existiert Heute noch.</p>
<p><b>1908 erwarb der Architekt Otto Eberts aus Tannendorf bei Schwerin das Land und bebaute es. </b></p>
<p><b>1917 wurde die Büdnerei an den Kaufmann Johann Klappenbach für 48.000 Mark verkauft.</b></p>
<p><b>1924 übernahm der Landwirt Friedrich Kunze vom Rittergut Blumenow (bei Fürstenberg) die Büdnerei.</b> Er zahlte 12.000 Goldmark und übernahm eine Schuld von 39.000 Papiermark.</p>
<p><b>1926 wurde ein Kaufvertrag mit Wilhelm Rechlin aus Mirow Dorf zum Preis von 26.700 Reichsmark abgeschlossen.</b> </p>
<p><b>1930 erfolgte ein Weiterverkauf an den Landwirt Johann Kriechbauer aus Köthen (Anhalt) zum Preis von 23.000 Goldmark.</b> </p>
<p><b>1935 erwarb Gottfried Neckel aus Hornsdorf bei Wismar die Büdnerei für 31.000 Reichsmark.</b> </p>
<p>1942 wollte der Kaufmann Alfred Gottschalk die Büdnerei kaufen, bekam aber die erforderliche Genehmigung vom Ernährungsamt nicht.</p>
<p><b>1943 kaufte sie der Reddelicher Landwirt Wilhelm Rowoldt zum Preis von 65.000 RM.</b><br />
Er erhielt die Genehmigung vom Staatsministerium Schwerin, diesen Landwirtschaftsbetrieb zusammen mit seiner Büdnerei 24 zu bewirtschaften.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 19</h4>
<p>In unmittelbarer Nachbarschaft zur Büdnerei 18 am Doberaner Kellerswald gelegen, existiert die Büdnerei noch Heute. Gegründet wurde die Bauernstelle nach Aufteilung der Hufe IX im Jahr 1907</p>
<p>1906 (Oktober) Die Genehmigung zur Bebauung der Parzelle mit einem Wohnhaus und einem Stall wird genehmigt.</p>
<p><b>1907 Friedrich Goldberg ist als erster Besitzer im Grundbuch eingetragen.</b></p>
<p><b>1910 (18. März) Der Arbeiter Johann Wramp erwirbt den Hof für 31.000 Mark.</b></p>
<p><b>1910 (6. Mai) Die Witwe Henriette Johann, geb. Rahn aus Jennewitz kauft die Büdnerei.</b><br />
Warum die Büdnerei nach so kurzer Zeit erneut verkauft wurde, konnte bislang noch nicht ermittelt werden.</p>
<p><b>1913 kaufte der Häusler Wilhelm Garbe aus Stäbelow die Büdnerei.</b><br />
Er zahlte 26.000 Mark und übernahm eine Grundschuld von 23.900 Mark. </p>
<p>1914 wurde ein Stall angebaut. </p>
<p><b>1916 ersteigerte der Reddelicher Erbpächter Joachim Baade die Büdnerei für 23.500 Mark.</b> </p>
<p><b>1918 verkaufte er diese weiter an den Kuhhirten Johann Erichson aus Käksdorf, der 1937 starb.</b> </p>
<p><b>1950 Caroline Erichson verkaufte die Büdnerei an Franz Lux, der seine Parzelle in Poppendorf aufgegeben hatte.<br />
</b></p>
<hr />
<h4>Büdnerei 20</h4>
<p>Die Büdnerei 20 ist eine der wenigen, die man noch Heute als Büdnerei bezeichnen kann. Die Besitzer, Familie Käckenmeister, bewirtschaften den Hof Derzeit im Landwirtschaftlichen Nebenerwerb.</p>
<p>In der RADUCLE Nr.11 (Juli 2010) veröffentlichte <b>Klaus Kretschmann</b> einen Artikel über die Familie Käckenmeister unter dem Titel: &raquo;Die Schrauber vom Klosterberg&laquo;. Hier ein kurzer Auszug daraus:</p>
<blockquote><p>
(&hellip;) In der Küche des Hauses erwartet uns Ehefrau Dagmar Käckenmeister. Sie erzählt, dass zu der Familie noch die 30-jährigen Zwillinge Marco und Enrico sowie die beiden jüngeren Söhne Mathias (27) und Nico (17) gehören, die zu viert weiter draußen schrauben. Ebenfalls überall schon mit dabei &#8211; der vierjährige Enkelsohn Justin. Im Gespräch erfahre ich von der langen Reddelicher Tradition der Familie Käckenmeister. Bereits die Eltern und Großeltern waren auf dem Anwesen wohnhaft und betrieben dort eine kleine Landwirtschaft. Fred Käckenmeister ist seit 38 Jahren Kraftfahrer bei der Firma Glashäger. „Ich war schon immer technisch interessiert. Schon als Kind habe ich in der benachbarten Schlosserei Frantz mitgeholfen. Und als Kraftfahrer zu DDR-Zeiten“, erklärt Fred Käckenmeister, „musste ich oft auch selbst Reparaturen durchführen, sei es am B 1000 oder am W 50.“<br />
Nach der Wende führte die Familie 8,5 ha von der LPG bewirtschaftetes Land wieder in ihr Eigentum zurück, sodass Fred Käckenmeister neben seinem eigentlichen Beruf im Nebenerwerb Landwirtschaft betreiben kann. Angebaut werden hauptsächlich Getreide, Kartoffeln und Rüben. Schafe, Ziegen, Katzen und ein als Hausschwein gehaltenes Wildschwein bevölkern neben Gänsen, Enten, Hühnern und Tauben den Hof. Schon zu DDR-Zeiten besaßen die Käckenmeis­ters zwei Kaltblüter-Pferde und einen Traktor „Pionier“, mit denen sie ne­benbei etwas Landwirtschaft betrieben. Nach der Wende wurde weitere Technik dazu gekauft. Zuerst ein Mähdrescher „E 512“, dann eine Strohpresse und eine Kartoffelkombine, alles aus DDR-Produktion. Für den schnelleren Transport des Erntegutes wurde im Jahr 2006 zusätzlich zu dem zwischenzeitlich erworbenen Traktor „ZT 300“ schließlich der erste Lkw „W 50“ angeschafft.(&hellip;)
</p></blockquote>
<p><b>1906 wurde die Büdnerei 20, wie auch die Büdnerei 18, von Otto Ebert gekauft.</b> Er machte daraus einen Gartenbaubetrieb mit Obstplantage. </p>
<p><b>1909 verkaufte Ebert die Büdnerei an den Kutscher Joachim Stubbe aus Hütten.</b></p>
<p>1910 erhielt Ebert eine Bebauungspflicht zur Errichtung eines Büdnerhauses. Durch Verhandlungen mit dem Ministerium erreichte er eine Fristverlängerung bis zum Jahre 1913.<br />
Anmerkung: Woraus die unschlüssigen Daten resultieren konnte nicht ermittelt werden, Wahrscheinlich ist, dass es sich dabei um eine verwaltungstechnische Überschneidung handelt, wie sie selbst im heutigen Computerzeitalter nicht selten vorkommt. [UL/2012]</p>
<p><b>1912 wurde die Bauernstelle an den Büdner Fritz Nützmann weiter verkauft.</b> </p>
<p><b>1918 erbte die Tochter von Fritz Nützmann die Büdnerei.</b> Sie war mit dem Arbeiter Ludwig Woest verheiratet. </p>
<p>1922 wurde ein Stall angebaut. </p>
<p>1922 bis 1924 wurden die Schulden bezahlt. </p>
<p>1929 erfolgte der Bau eines Hühnerstalls.</p>
<p>1990 führten die Eigentümer, Familie Käckenmeister, Hof und Acker wieder zusammen und betrieben dort fortan eine Nebenerwerbslandwirtschaft.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 21</h4>
<p><b>1908 vom Bauunternehmer Friedrich Goldberg gekauft und bebaut verkaufte dieser die Immobilie nach einem Jahr weiter.</b> Zu vermuten ist, dass er nie Landwirtschaft betreiben,, sondern den Baulohn durch Weiterverkauf realisieren wollte (was ja auch nicht ehrenrührig war).</p>
<p><b>1909 kaufte der Tagelöhner Fritz Harnack von Hof Jennnewitz die Büdnerei.</b></p>
<p><b>1936 erwarben Paul Kruth, der zweite Sohn von Wilhelm Kruth (Hufe V) und Anneliese Kruth, geb. Garbe, Tochter von Otto Garbe (Hufe I) die Büdnerei für 21.000 Reichsmark einschließlich des lebenden und des toten Inventars.</b> Es wurde eine Grundschuld von 8.000 RM für 4 % und eine von 8.600 RM für 4,5 % zugunsten der Ansiedlungsgesellschaft eingetragen. Paul Kruth musste ein Gutachten beibringen, dass er in der Lage sei, eine Büdnerei zu führen. </p>
<p>1939 übernahm die Erbengemeinschaft Anneliese Kruth und ihre beiden Töchter Irene (1936) und Anke (1939) die Büdnerei. </p>
<p>1949 pachtete der Wachtmeister der Schutzpolizei, Heinz Friesecke die Büdnerei.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 22</h4>
<p>Bekanntheit erlangte die Büdnerei über Reddelich hinaus zu DDR-Zeiten als Bruno Frantz dort eine Bauschlosserei betrieb. Heute lebt seine Witwe auf dem Anwesen.</p>
<p><b>1907 schloss Carl Bull, Häusler aus Parkentin, den Kaufvertrag über die Büdnerei 22 ( Größe 4 Hektar) ab.</b> </p>
<p><b>1919 erwarb Klara Garbe, Inhaberin einer Speditionsfirma in Warnemünde, die Büdnerei.</b> Sie überließ den Fuhrbetrieb ihren Söhnen. Die Büdnerei bewirtschaftete sie mit ihrem Pflegesohn. </p>
<p>1929 trat Wilhelm Petermann in die Büdnerei ein. Es wurden zwei Geflügelhäuser errichtet. </p>
<p>1938 verstarb Klara Garbe. Laut Testament erbten die beiden Söhne Gustav und Arthur den Fuhrbetrieb. Wilhelm Petermann erhielt die Geflügelfarm. Er war Wirtschafter der Büdnerei und hatte keine Entlohnung dafür erhalten und auch keine Zinsen für das von ihm in die Wirtschaft gesteckte Kapital erhalten. Wie dieser Streit ausging, konnte noch nicht ermittelt werden.</p>
<p>2008 pachtete der Reddelicher Guido Seifert die Bauschlosserei, musste das Vorhaben, diese zu etablieren bereits 2009 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. [UL/2012]</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 23</h4>
<p>Die Büdnerei liegt an der B 105 am Ortsausgang Richtung Bad Doberan.<br />
Es wurde keine Gehöftsakte im LHAS gefunden.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 24</h4>
<p>Als Büdnerei 24 wurde der Hof der ehemaligen Hufe IX nach seiner Auflösung und Parzellierung im Jahr 1907 weitergeführt.<br />
Das damalige Wohnhaus ist noch erhalten. Es wurde durch die Familie Wellach saniert und wird von ihr bewohnt. Dieses Haus ist auch Schauplatz in der Literatur, hat sich doch dort der Schriftsteller Alexander Graf Stenbock – Fermor (1902-1972) von 1920 bis 1922 aufgehalten. Wie dieser Aufenthalt Eingang in die Literatur fand, hat Reinhold Griese in der RADUCLE Nr. 9 ausführlich beschrieben. </p>
<p><b>1908 kaufte der Landwirt Franz Hamann die Büdnerei mit einer Größe von 3 Hektar zusammen mit der Häuslerparzelle 24, dem ehemaligen Altenteilkaten der Hufe IX.</b></p>
<p><b>1912 erwarb der Oberleutnant Hasso von Besser aus Doberan die Büdnerei.</b> </p>
<p>1931 wurde die Büdnerei auf Antrag der Spar- und Darlehnskassenvereins zu Reddelich  zwangsversteigert, da Hasso von Besser die Zinsen für die eingetragene Grundschuld nicht bezahlen konnte. </p>
<p><b>1932 erwarb der Postschaffner a. D. Wilhelm Rowoldt, Sohn des Häuslers und Händlers Friedrich Rowoldt (Häuslerei 17) die Büdnerei und für seinen Sohn Fritz die Häuslerei 24  vom Spar- und Darlehnskassenverein.</b><br />
Dem Wilhelm Rowoldt wurde bescheinig, dass er in der Lage sei eine Büdnerei zu bewirtschaften, da er schon einen landwirtschaftlichen Kleinbetrieb mit zwei Kühen und mehreren Schweinen unterhalten habe. </p>
<p>1937 ließ Wilhelm Rowoldt einen Schweine- und einen Hühnerstall sowie eine Feldscheune errichten. </p>
<p>1939 wurden folgende Immobilien von Wilhelm Rowoldt mit Angaben über den Taxwert versichert: </p>
<ul>
<li>Wohnhaus zu 15.000 RM, </li>
<li>Wirtschaftshaus zu 7.700 RM, </li>
<li>Lager- und Wagenschuppen zu 33.300 RM,</li>
<li>Feldscheune zu 3.000 RM,</li>
<li>Gewächshaus zu 2.000 RM, </li>
<li>Pumpenhaus zu 300 RM sowie </li>
<li>Motor- und Kreiselpumpe einschließlich Druckkessel zu 600 RM.</li>
</ul>
<p><strong>Anmerkung:</strong> Für eine Büdnerei handelt es sich dabei um eine beachtlich umfangreiche Ausstattung. [UL/2012]</p>
<p>1943 erhielt Wilhelm Rowoldt vom Staatsministerium, Abteilung Landwirtschaft und Domänen, die Genehmigung die Büdnereien 24 und 18 zusammen zu bewirtschaften.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 25</h4>
<p>Gelegen im Dreieck: Neue Straße nach Glashagen &#8211; ehemaliger Landweg nach Stülow &#8211; Bahngleise, existiert das Gehöft noch Heute. </p>
<p><b>1908 kaufte Heinrich Glöde die 4 Hektar große Büdnerei.</b> </p>
<p><b>1922 überließ er die Büdnerei seiner Tochter Karolin Köpke.</b> </p>
<p>1928 wurde ein Schweinestall angebaut. </p>
<p>1939 betrug die Versicherungssumme der Büdnerei 11.800 Reichsmark.</p>
<p>1950 pachteten Ilse Ziwanowic, geb. Schmedemann (Büdnerei 26) und Otto Westphal (Büdnerei 17) das Ackerland</p>
<hr />
<h4>Büdnere 26</h4>
<p>Die Bauernstelle liegt am Landweg nach Stülow und wird derzeit von der Familie Ziwanowic bewohnt.</p>
<p><b>1908 kaufte Heinrich Haeseler die Büdnerei 26, die eine Größe von 4 Hektar Hatte.</b></p>
<p><b>1913 erwarb Heinrich Löhring diese, der sie </b></p>
<p><b>1922 überließ Heinrich Löhring seiner Tochter Frieda Schmedemann die Büdnerei.</b> Sie und ihr Mann kamen 1945 ums Leben. Die Tochter Ilse Schmedemann die später Radovan Ziwanowic heiratete, übernahm die Büdnerei.</p>
<hr />
<h4>Büdnere 27</h4>
<p>Die Bauernstelle liegt etwas abgelegen an der Bahnstrecke nach Bad Doberan und ist von der B 105 nur über einen Privatweg zu erreichen. Die heutigen Besitzer, Familie Bartschat, betreibt dort, nach wie vor, eine Nebenerwerbslandwirtschaft. Frau Bartschat betreut auf dem Hof als sogenannte Tagesmutter Kinder.</p>
<p><b>1908 wurde Hans Bull ins Grundbuch der Büdnerei 27, die eine Größe von 6 Hektar hatte, eingetragen.</b> </p>
<p><b>1935 erwarb Erich Stein aus Dortmund die Wirtschaft.</b> </p>
<p><b>1937 kaufte der Bauernsohn Paul Uplegger aus Niedersteffenshagen die Büdnerei zum Preis von 24.000 Reichsmark.</b> </p>
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		<item>
		<title>Die Geschichte der Reddelicher Büdnereien 1 bis 13</title>
		<link>http://www.kulturverein-reddelich.de/reddelicher-buednereien-1-bis-15.php</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chronikeintrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken !!! Übersicht der historischen Bauernhöfe Reddelichs in der heutigen Örtlichkeit. Die Reddelicher Alte Dorfstraße in einer Ansicht von 1994.Im Vordergrund die ehemalige Büdnerei 5/6 Die Reddelicher Büdnerei 1 in einer Ansicht von 1991 Die Reddelicher Büdnerei 2 in einer Ansicht von 1991 Die Büttnerei 3/4 in einer Ansicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table align="right">
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<td width="220" align="center"><b>Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken <br />!!! </b></td>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1-200x135.jpg" alt="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" title="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" width="200" height="135" class="alignright size-thumbnail wp-image-3193" /></a></td>
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<h5>Übersicht der historischen Bauernhöfe Reddelichs in der heutigen Örtlichkeit.</h5>
</td>
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<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-1994.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-1994-200x161.jpg" alt="Reddelich 1994" title="Reddelich 1994" width="200" height="161" class="alignright size-thumbnail wp-image-3321" /></a></td>
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<h5>Die Reddelicher Alte Dorfstraße in einer Ansicht von 1994.<br />Im Vordergrund die ehemalige Büdnerei 5/6</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-1-1991.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-1-1991-200x150.jpg" alt="Reddelicher Büdnerei 1 im Jahr 1991" title="Reddelicher Büdnerei 1 im Jahr 1991" width="200" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-3318" /></a></td>
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<h5>Die Reddelicher Büdnerei 1 in einer Ansicht von 1991</h5>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-2-1991.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-2-1991-200x172.jpg" alt="Reddelicher Büdnere 2 im Jahr 1991" title="Reddelicher Büdnere 2 im Jahr 1991" width="200" height="172" class="alignright size-thumbnail wp-image-3319" /></a></td>
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<h5>Die Reddelicher Büdnerei 2 in einer Ansicht von 1991</h5>
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<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-3u4-1991-a.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-3u4-1991-a-200x143.jpg" alt="Büdnerei 3/4 im Jahr 1991" title="Büdnerei 3/4 im Jahr 1991" width="200" height="143" class="alignright size-thumbnail wp-image-3384" /></a></td>
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<td width="20"></td>
<td width="220">
<h5>Die Büttnerei 3/4 in einer Ansicht von 1991</h5>
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<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-5u6-1992-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-5u6-1992-1-200x120.jpg" alt="Büdnerei 5/6 im Jahr 1992" title="Büdnerei 5/6 im Jahr 1992" width="200" height="120" class="alignright size-thumbnail wp-image-3380" /></a></td>
</tr>
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<td width="220">
<h5>Das kombinierte Gebäuder der Büdnerei 5/6 in einer Ansicht von 1992</h5>
</td>
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<td width="20"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-5u6-1993-1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Büdnerei-5u6-1993-1-200x130.jpg" alt="Büdnerei 5/6 im Jahr 1993" title="Büdnerei 5/6 im Jahr 1993" width="200" height="130" class="alignright size-thumbnail wp-image-3381" /></a></td>
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<h5>Der Hof der Büdnerei 5/6 in einer Ansicht von 1993</h5>
</td>
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<td width="220" align="right"><!-- Bild URL --></td>
</tr>
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<h5><!-- Bildtext--></h5>
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<td width="220" align="right"><!-- Bild URL --></td>
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<h5><!-- Bildtext--></h5>
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</tr>
</table>
<p><strong>Von Reinhold Griese.</strong></p>
<p>Die Reddelicher Büdnereien 1 bis 15 wurden ab 1817 im Zuge einer Neuregulierung der Feldmark gegründet. Potenzielles Ackerland dürfte zu dieser Zeit reichlich vorhanden gewesen sein, so dass die bestehenden Hufen noch nicht übermäßig beschnitten wurden.</p>
<p>1892 wurde die Steuer für alle Reddelicher Büdnereien einheitlich auf 10 bonierte Scheffel zu 1,33 Mark festgelegt.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 1</h4>
<p>Das Hofgrundstück der Büdnerei 1, am Weg nach Hundehagen, gegenüber der ehemaligen Schule gelegen, ist Heute nicht mehr als ehemaliger Bauernhof zu erkennen. Das Grundstück ist parzelliert und mit neuen Eigenheimen bebaut, bzw. steht als Baugrundstück zum Verkauf. Das letzte Gebäude des ehemaligen Hofes, ein marodes Wohnhaus, wurde im Jahr 2001 abgerissen.</p>
<p><b>1818 erwarb der Weber Mahn und sein Schwiegersohn die Büdnereien 1 und 2.</b><br />
Aus dem <a href="/wp-content/uploads/2011/06/1818-Pachtvertrag-Hahn.pdf" title="Übergabevertrag der Reddelicher  Büdnerei 1 und 2, Kopie des Originals" target="blank">Büdnervertrag</a> geht hervor, dass die Büdnerei 1 bereits mit einem Katen bebaut war und die Büdnerei 2 unbebaut übergenben wurde.<br />
<b>1827 übernahm Hans Goesch aus Brodhagen die beiden Büdnereien.</b></p>
<p><b>1832 ist Christoph Bitter Besitzer der Büdnereien 1 und 2.</b></p>
<p><b>1834 erwarb der Hauswirtssohn Johann Masch die Büdnerei 1.</b><br />
von diesem Zeitpunk an wurden die Büdnerein 1 und 2 getrennt bewirtschaftet.</p>
<p><b>1840 übernahm Jochim Westendorf, ein Knecht aus Stülow, die Büdnerei 1.</b></p>
<p><b>1849  Johann Masch, von der Büdnerei 13, die Glashagen zugegeben wurde, die Büdnerei 1.</b><br />
Er unterzeichnetze den Vertrag mit dre Kreuzen.</p>
<p><b>1856  Johann Bull, ein Zimmerergeselle, die Büdnerei.</b></p>
<p><b>1864 m Johann Levetzow, Arbeitsmann aus Niedersteffenshagen, die Büdnerei.</b><br />
Warum er die Büdnerei noch im selben Jahr aufgab ist nicht bekannt.</p>
<p><b>1864 übernahm Christoph Niemann, Hauswirtssohn aus Glashagen, die Büdnerei.</b> </p>
<p><b>1870 wurde Christoph Bull als Besitzer eingetragen.</b><br />
Er zahlt den Kanon in Höhe von 1087 Mark und 50 Pfennig, und ist damit der erste Volleigentümer der Büdnerei.</p>
<p><b>1885 erwarb Joachim Bull, Arbeitsmann aus Diedrichshagen, die Büdnerei für 12.000 Mark.</b></p>
<p><b>1899 wurde Christian Schultz der Besitzer.</b> </p>
<p>1922 erhielt das Haus einen Elektroanschluss für Lampen. </p>
<p>1927 wurde eine Mietwohnung angebaut.</p>
<p><b>1939 erwirbt Robert Gutmann die Büdnerei.</b></p>
<p>1948 erbt sein Sohn, Herbert Gutmann, diese.</p>
<p>2000 kaufte Bianka Radike, geb. Heinrich, mit ihrem Lebensgefährten das schon seit längeren unbewohnte Hofgrundstück den Erben der letzten Büdnerfamilie ab. Sie ist eine Enkeltochter von Johann und Lydia Heinrich, den letzten Bauern der Büdnerei.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 2</h4>
<p>Mit dem Tod des letzten Besitzers, Werner Jens, endete um 2003 die Geschichte der Büdnerei 2 als landwirtschaftliche Produktionsstätte. Das kombinierte Wohn- und Stallgebäude wurde abgerissen und an der Stelle in der heutigen Alten Dorfstraße ein modernes Einfamilienhaus errichtet.</p>
<p>1818 gegründet wurde die Büdnerei mit der Büdnerei gemeinsam bewirtschaftet.</p>
<p><b>1834 übernahm der Zimmerergeselle Johann Christian Bull die Büdnerei 2.</b><br />
Fortan wurde die Büdnerei einzeln bewirtschaftet.</p>
<p><b>1864 übernahm der Arbeitsmann Johann Levetzow die Büdnerei.</b><br />
Er musste eine Hufensteuer von 24 Gulden und 7 Kreuzer entrichten.</p>
<p>1880 wurde das kombinierte Wohn- und Stallgebaüde umgebaut. Das Strohdach wurde durch eine Eindeckung mit Teerpappe ersetzt. Ein erhöhter Drempel schaffte mehr Platz im Dachboden</p>
<p><b>1896 verkaufte Johann Levetzow die Büdnerei an seinen Sohn Joachim.</b><br />
Vereinbart wurden: 7.757 Mark für die Büdnerei und 1.443 Mark für das Inventar. Ob das Land Lastenfrei, als Ohne Kanonkapital übergeben wurde, geht aus dem Vertrag nicht hervor. Aufgeführt wurde jedoch das lebende und tote Inventar. Das verschafft uns Heute eine Vorstellung vom Besitz eines Büdners zu dieser Zeit. Das Inventarverzeichnis enthielt: </p>
<blockquote><p>2 Kühe à 250 Mark +++ 2 Schafe à 18 Mark +++ 1 Schwein +++ 2 <abbr title="Zuggeschirr">Kuhsielen</abbr> +++ 2 <abbr title="Tüdern = veraltet für anbinden">Tüderketten</abbr> +++ 1 <abbr title="hier: Mecklenburger Haken, primitiver Pflug zum aufreißen des Bodens, ohne Wendefunktion">Haken</abbr> +++ 1 Egge +++ 1 Walze +++ 2 Karren +++ 1 <abbr title="einfache Reinigungstrommel für Getreide">Kornrummel</abbr> +++ Dreschgeschirr +++ Forken +++ Spaten +++ Feuerhaken und Eimer +++ 1 Schrotmühle +++ 25 Tonnen Kartoffeln +++ 6 Säcke +++ 1 Axt +++ 2 Beile +++ 2 Sägen +++ 3 eiserne Keile +++ 1 <abbr title="wahrscheinlich Stoßmesser zur Zerkleinerung von Futterrüben">Schlage</abbr> +++ 1 <abbr title="flacher, derber Holztrog, in dem Futterrüben zerstoßen wurden">Häckerlingslade</abbr> +++ 2 Eimer +++ 1 Butterfass +++ 1 Butterbütte +++ 1 Milchsieb +++ 40 Milchsatten +++ 1 Pfundfass +++ 1 Kohlbütte mit Stoßer +++ 1 Hobelbank mit Geschirr +++ 1 Ziehbank +++ 3 Leitern +++ eichen Stützholz +++ Brennholz +++ 2 Schleifsteine +++ 2 Siebe +++ 1 Backtrog +++ 8 Körbe +++ 1 Fleischschneider +++ 1 Stallaterne +++ 1 Kornkiste +++ 1 Kornwaage +++ 1 Bett +++ 2 Fuder Heu +++ 1 Scheffel +++ 1 Fass +++ Ernte an Korn und Heu</p></blockquote>
<p>1900 wurde ein Stallgebäude und ein <abbr title="Schuppen, Garage">Wagenschauer</abbr> angebaut.</p>
<p><b>1918 kaufte Heinrich Vick die Büdnerei.</b></p>
<p>1943 gab es eine Erbauseinandersetzung über die Büdnerei, deren Wert auf 9.571,50 Mark eingeschätzt wurde. <b>Anmerkung:</b> Augenscheinlich war der Büdner Heinrich Vick gestorben. [UL 01/2012]<br />
Es wurde ein notarieller Überlassungsvertrag für Berta Jenß geschlossen. Beim Notar waren erschienen: Die Witwe des Büdners Heinrich Vick, sein Bruder, der Postschaffner Hans Vick, die Witwe Alma Allwardt geb. Vick, Berta Jenß, geb. Vick, Ehemann Hermann Jenß, Meta Kadow geb. Vick, Ehefrau des Stellmachers Paul Kadow aus Bad Doberan.<br />
Im gleichen Jahr übernahm Werner Jenß die Büdnerei</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 3/4</h4>
<p>Die Büdnerei, in der heutigen Alten Dorfstraße gelegen, wird Derzeit durch die Familie Seyer aus Bargeshagen im Nebenerwerb landwirtschaftlich genutzt. Sie halten dort Reitpferde, wohnen aber nicht auf dem Hof.<br />
In der RADUCLE 2 von 2005 veröffentlichte <b>Sven Morwinsky</b> ein Kurzporträt des letzten Büdners, Heinz Utesch (1924 bis 2011) der Ende 2011 ohne Nachkommen verstorben ist. Nachfolgend Auszüge daraus:</p>
<blockquote><p>
Geb.: 06.06.1924 in Reddelich. +++ Familie seit 1890 wohnhaft in Reddel ich, zugezogen aus Glashagen. +++ Büdnerei 3/4 1897 von Roß (Kaufmann, Gaststätte und Schmiede) übernommen. +++ Eingezogen in den Krieg: 1943, Ostfront. +++ Wegen Kriegsverlet zung nicht in Gefangenschaft. +++ War der Erste, der aus dem Krieg wieder nach Reddelich kam. Das war am 25.05.1945. +++ Er ist[war] seit 1948 mit Betty Utesch, geb. Seyer, verheiratet. +++ Arbeitete sofort als Landwirt im Familienbetrieb. +++ 1960 Beitritt in die LPG Typ I Reiche Ernte mit Bartschat, Lux, Käckenmeister, Hoffmann, Westphal, Jenß und Houtkooper. +++ Diese LPG setzte sich nur aus Büdnern zusammen. +++ 1969 schloss sich die LPG Typ I der LPG Typ III Immer bereit gezwungener Maßen an. +++ Von 1969 bis 1989 als Brigadier im Feldbau tätig.
</p></blockquote>
<p>Ungewöhnlich ist die Führung als Doppelbüdnerei (wie auch die Nachbarbüdnerei 5/6). Dass die Domanialbehörde das seinerzeit zugelassen hat, deutet auf eine geringe Nachfrage nach Neubauernstellen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Reddelich hin. Auch wird der karge, ertragsarme Boden dabei eine Rolle gespielt haben, der seit den 1970er Jahren lediglich als Dauerweideland genutzt wurde.</p>
<p><b>1817 bekam der Maurer Jürs die Doppelbüdnerei.</b><br />
Es ist nicht genau belegt, aber sehr wahrscheinlich, dass er die Erstbebauung vornahm.</p>
<p><b>1828 übernahm der Erbschmied Hahn (geb. 1800) aus Steffenshagen die Büdnerei, deren Größe mit <abbr title="jeweils ca. 2,2 ha">1043(Büdnerei 3) und 1056 (Büdnerei 4) Quadratruten</abbr> angegeben ist.</b> In der Büdnerei wurde eine Schmiede eingerichtet. Es kann nicht eindeutig ermittelt werden, wann das geschehen ist. Eine Akte nennt das Jahr 1825. Im Mecklenburgischen Staatskalender von 1840 wird eine Schmiede erwähnt. </p>
<p><b>1845 erwarb Büdner Roß aus Neuhohenfelde die Büdnerei.</b> </p>
<p><b>1849 übernahm der Schmied Peter Roß, Sohn des Vorbesitzers, die Büdnerei.</b> </p>
<p>1870 wurde ein Saal angebaut.<br />
<b>Anmerkung:</b>Es war im Domanium nicht unüblich, dass Schmiede auch eine Schankerlaubnis bekamen, da ein Schmied in den Dörfern oft nicht ausgelastet war, aber im Grunde stets verfügbar sein musste. Das ließ sich in der Kombination Landwirt &#8211; Schmied &#8211; Gastwirt am einfachsten gewährleisten. [UL 2012]</p>
<p><b>1875 erwarb Johann Roß zu einem Überlassungspreis von 15.000 Mark das Anwesen.</b> </p>
<p>1878 wurde die Schmiede erweitert. </p>
<p>1889 wurde der Saal zu Wohnungen umgebaut. </p>
<p><b>1890 kaufte Heinrich Utesch aus Glashagen für 18.400 Mark die Büdnerei.</b><br />
Nach Angabe des Nachkommens Heinz Utesch, stammt die Familie ursprünglich aus Stülow. </p>
<p>1901 wurde die Schmiede zu einer Wohnung umgebaut.</p>
<p>1917 war die Kanonregulierungsphase abgelaufen. Heinrich Utesch löste den Kanon in Höhe von 2.175 Mark ab. Der Kanon wurde folgendermaßen  berechnet: Für 24 bonierte Scheffel a`3,50 = 84 Mark, für Mahlfreiheit 3,00 Mark = 87Mark. 87 x 25 = 2175 Mark.</p>
<p><b>1928 wurde die Büdnerei Albert Utesch zum Preis von 8.000 Mark überlassen.</b> </p>
<p>1929 wurden eine Waschküche mit Trockenboden und ein Stall angebaut. 1</p>
<p>1933 wurde die Scheune vergrößert. und </p>
<p>1936 ein <abbr title="Schuppen, Garage">Wagenschauer</abbr> angebaut.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 5/6</h4>
<p>Die Büdnerei, am Ende der Alten Dorfstraße gelegen, ist Heute nicht mehr als solche zu erkennen. Das kombinierte Gebäude aus Wohntrakt, Stall und Scheune wurde 1996 abgerissen und an gleicher Stelle ein modernes Doppelhaus errichtet. Bereits 1994 baute die Familie Lübs, die das Hofgrundstück 1990 erwarb, ein Einfamilienhaus auf dem Gelände.</p>
<p>Ungewöhnlich ist die Führung als Doppelbüdnerei (wie auch die Nachbarbüdnerei 3/4). Dass die Domanialbehörde das seinerzeit zugelassen hat, deutet auf eine geringe Nachfrage nach Neubauernstellen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Reddelich hin. Auch wird der karge, ertragsarme Boden dabei eine Rolle gespielt haben, der seit den 1970er Jahren lediglich als Dauerweideland genutzt wurde.</p>
<p><b>1818 übernahm Johann Joachim Pingel die Doppelbüdnerei.</b> Sie hatte eine Größe von <abbr title="ca. 4,2 ha">1988 Quadratruten</abbr>. Sehr wahrscheinlich, aber nicht belegt ist, dass der Neubüdner die zugewiesenen Parzellen erstmalig und innerhalb einer Frist, bebauen musste. Warum er noch im gleichen die Büdnerei wieder aufgegeben hat ist nicht überliefert.</p>
<p><b>1818 übernahmen die Büdnerei die Witwe Christina Regina Gronow, geb. Freundt und der Gerbermeister Gäht aus Rostock.</b></p>
<p><b>1826 bekam Peter Kruth die Büdnerei.</b> </p>
<p><b>1837 wurde Margarethe Pentzien, geb. Kruth Büdnerin.</b> </p>
<p><b>1875 übernahm Peter Pentzien die Büdnereien. Er war vorher Knecht in Reddelich.</b><br />
Die Verwandschaftsverhältnisse der Büdner seit 1865 konnten noch nicht eindeutig bestimmt werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Margarethe Pentzien die Mutter und Peter Kruth der Großvater von Peter Pentzien waren.</p>
<p><b>1897 erwarb der Erbpächtersohn aus Reddelich, Heinrich Baade, die Büdnerei.</b> </p>
<p><b>1910 wurde ein Tauschvertrag zwischen Johann Roß, Erbpächter aus Retschow und Heinrich Baade urkundlich.</b> Baade übernahm die Schulden von Roß in Höhe von 29.625 Mark, Roß übernahm die Schulden von Baade in Höhe von 13.100 Mark, Baade musste somit noch 8.974 Mark an Roß zahlen.</p>
<p><b>1911 kaufte Hermann Wiechert, Gärtner aus Reddelich, die Büdnerei.</b></p>
<p><b>1918 erwarb Paul Liebenow, Kriegsbeschädigter aus dem I. Weltkrieg, für 28.000 Mark die Büdnerei.</b><br />
Ihm wurde vom Landesausschuss für Kriegsgeschädigte ein günstiges Darlehen gewährt. </p>
<p><b>1928 kaufte Hans Barten, Bauer der Hufe III, als gesetzlicher Vertreter für seinen minderjährigen Sohn Hansjoachim die Büdnerei.</b> Es durfte keine witschaftliche Zusammenlegung mit der Hufe III erfolgen. </p>
<p><b>1949 wurde ein Kaufvertrag zwischen Hansjoachim Barten und Ari Houtkooper (Landwirt und Gärtner) zum Preis von 15.000 DM abgeschlossen.</b><br />
<b>Anmerkung:</b> Nach Aussage von Frau Minna Houtkooper, der Schwiegertochter von Ari Houtkooper, wurde ihr Holländischer Schwiegervater in den 1930er Jahren von Hans Barten als Spezialist für Kohlzucht angeworben. Später erbte ihr Mann, Otto Houtkooper, die Büdnerei. In Ari Houtkoopers Wohnung zog Manfred Milde, Angestellter in der Stellmacherei von Horst Susemihl ein.<br />
Nach dem Eintritt in die LPG Reiche Ernte 1960 wurde das zur Büdnerei gehörende Land von der LPG bewirtschaftet. Auf dem Hof wurden bis Anfang der 1990er Jahre Schweine und Kleinvieh in individueller Wirtschaft gehalten. [UL/2012]</p>
<p><b>1985 kaufte die LPG (P) Kühlung die Bauernstelle von Frau Minna Houtkooper.</b><br />
Es sollte durch eine Totalsanierung des maroden Gebäudes Wohnraum für ein LPG Mitgleid geschaffen werden, wozu es jedoch nicht kam.</p>
<p><b>1990 kaufte die Familie Lübs das Hofgrundstück.</b><br />
Damit wurde die Trennung der landwirtschaftlichen Nutzfläche vom Hof der Büdnerei auch besitzmäßig vollzogen.<br />
Bemerkenswert ist die Bewertung von Immobilien in der DDR, die nach strikten, zentralen Vorgaben erfolgte. Während das Haus, ein Abrisskandidat, zu einem 5-stelligen Betrag in DDR-Mark taxiert wurde, belief sich der Grundstückspreis auf 0,11 Mark der DDR je m²!<br />
Das Hofgrundstück wurde 1995, einem Trend der Zeit folgend, parzelliert und mit einem Eigenheim und einem Doppelhaus bebaut. Im Grunde endete damit die Geschichte der Büdnerei 5/6. [UL/2012]</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 7</h4>
<p>Die Büdnerei 7 ist eine der ältesten in Reddelich. Das Terrain des Hofes ist Heute parzelliert und mit Eigenheimen bebaut.<br />
<b>Anmerkung:</b> Warum die Büdnerei als Nr. 7 geführt wurde ist unklar. Denkbar und Aufgrund der Zentralen Lage zwischen den Hufen wahrscheinlich ist, dass die Büdnerei 7 aus einer ehemaligen Kossatenwirtschaft, die zu einer Hufe gehörte, hervorging. So wurde in einer Aufstellung der Leibeigenen des Domanialamtes Doberan von 1753 zu fast jeder Hufe mindestens ein Kossate aufgeführt. Unter diesem Aspekt macht es auch Sinn, dass 1818 die Büdnereien 7 und 8 gemeinsam aufgeführt wurden, denn der Hof der Büdnerei 8 wird erst nach 1818 errichtet worden sein. [UL/2012]</p>
<p><b>1788 übernahm Christian Bahlmann den Hof.</b> </p>
<p><b>1818 übernahmen der Arbeitsmann Schwarck und der Tagelöhner Fahrenheim die Büdnereien 7 und 8.</b> </p>
<p><b>1857 übernahm Fahrenheim die Büdnerei 7.</b> </p>
<p><b>1827 trat Johann Joachim Vanheiden, wie sich der Sohn von Fahrenheim nannte, mit 28 Jahren die Erbschaft der Büdnerei 7 an.</b> </p>
<p><b>1868 wurde Christoph Vanheiden Büdner.</b> </p>
<p>1882 erwarb Christoph Vanheiden die Büdnerei 16, von dem Erbpächter Frahm .<br />
Diese war vorher der Hof der Hufe VII, der am Weg nach Glashagen, in der Feldmark der Hufe, neu aufgebaut wurde.<br />
Die Familie Vanheiden übernahm das ehemalige Bauernhaus von Frahm als Wohnsitz. Das Haus der Büdnerei 7 war ein mit Rohr gedecktes Gebäude, das im Volksmund Kreuzkirche genannt wurde. Es wurde nach 1945 abgerissen.</p>
<h4>Büdnerei 8</h4>
<p>Das Wohnhaus der Büdnerei 8, an der Steffendhäger Straße links vor dem Ortsasgang gelegen, existiert Heute noch als reines Wohngebäude. Landwirtschaft wird dort nicht mehr betrieben.</p>
<p><b>1818 übernahmen der Arbeitsmann Schwarck und der Tagelöhner Fahrenheim die Büdnereien 7 und 8.</b><br />
Nicht genau belegt, jedoch dehr wahrscheinlich, ist, dass der Hof im Anschluss neu errichtet wurde.</p>
<p>1857 gibt es einen Eintrag, dass der Sohn des Büdners Fahrenheim die Büdnerei 7 übernahm.</p>
<p>Über die Büdnerei 8 wurde bislang nichts weiter in Erfahrung gebracht.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 9</h4>
<p>Das Heute noch existierende Wohnhaus der Büdnerei steht etwas unauffällig an der Steffenhäger Straße, gegenüber der Einmündung vom Bäckerberg.<br />
Die Lage zwischen den Hufen I und II lässt darauf schließen, dass die Büdnerei aus einer ehemaligen Kossatenwirtschaft einer der Hufen hervorging.</p>
<p>Einzelheiten über die Büdnerei sind derzeit noch nicht bekannt.</p>
<hr />
<h4>Büdnerei 9a; 9b; 10; 11; 12 und 13</h4>
<p>Diese Büdnereien wurden bei einer Regulierung der Feldmark dem Nachbardorf Glashagen zugeordnet.</p>
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		<title>2. Neujahrsempfang des Kulturvereins am 14. Januar</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 16:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum vergrößern bitte auf ein Bild klicken! Auch zum Jahresanfang 2012 lud der Vorstand des Kulturvereins die Vereinsmitglieder und Unterstützer zum Neujahrsempfang in die Reddelicher Bauernscheune ein. Eine gute Gelegenheit für den Vereinsvorsitzenden, Andreas Elmer, das Jahr 2011 aus der Sicht des Kulturvereins Revue passieren zu lassen und sich bei einigen Unterstützern – im Namen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table align="right">
<caption align="top"><b>Zum vergrößern bitte auf ein Bild klicken!</b></caption>
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<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Neujahrsempfang-4.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-Neujahrsempfang-4-200x155.jpg" alt="Neujahrsempfang 2012 des Kulturvereins Reddelich" title="Neujahrsempfang 2012 des Kulturvereins Reddelich" width="200" height="155" class="alignright size-thumbnail wp-image-3223" /></a></td>
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<td width="220" align="right"><!--Bild URL--></td>
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<p>Auch zum Jahresanfang 2012 lud der Vorstand des Kulturvereins die Vereinsmitglieder und Unterstützer zum Neujahrsempfang in die Reddelicher Bauernscheune ein.</p>
<p>Eine gute Gelegenheit für den Vereinsvorsitzenden, Andreas Elmer, das Jahr 2011 aus der Sicht des Kulturvereins Revue passieren zu lassen und sich bei einigen Unterstützern – im Namen des Kulturvereins – persönlich für die geleistete Arbeit zu bedanken. Dabei machte er deutlich, dass seine Redezeit doch irgendwo begrenzt war und nicht alle Aktivitäten und Unterstützer im einzelnen Erwähnung finden konnten.<br />
Stellvertretend dankte er, unter anderen, Bärbel Höfer aus Reddelich, die sich seit langem für die kulturelle Entwicklung der Gemeinde verdient macht und viel für die Integration aller in diese Entwicklung tut.<br />
Wichtig für eine wirksame Vereinsarbeit sind auch die Sponsoren, die mit Geld- oder Sachspenden die Realisierung vieler Ideen erst möglich machen. Wer das im einzelnen ist, können Sie <a title="Sposoren des Kulturvereins" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/sponsoren" target="blank"><span style="color: #800080;">hier nachlesen</span></a>. Mit einem Blumenstrauß bedankt hat Andreas Elmer sich in diesem Zusammenhang bei der Familie Bernau aus Reddelich, die den Verein seit Bestehen finanziell unterstützt.</p>
<p>Ein Empfang des Kulturvereins ohne kulturelle Umrahmung wäre ein wenig wie Erdbeertorte ohne Erdbeeren. Mit der Präsentation von Auszügen aus den Programmen der <a title="Kindertanzgruppe Fatamorgana" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/projekte/aufbau-einer-orientalischen-kindertanzgruppe" target="blank"><span style="color: #800080;">Kindertanzgruppe Fatamorgana</span></a> und der <a title="Gruppe Afrikanisches Trommeln" href="http://www.kulturverein-reddelich.de/projekte/kurs-afrikanisches-trommeln" target="blank"><span style="color: #800080;">Gruppe Afrikanisches Trommeln</span></a> – beides vereinsunterstützte Projekte – wurden sprichwörtlich »mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen«. Denn für die Veranstaltung brauchten keine externen Künstler eingekauft werden, der Beweis für &rsaquo;lebendige&lsaquo; Vereinsprojekte wurde erbracht und den Künstlern stand die Freude an ihrer Kunst förmlich ins Gesicht geschrieben. Der kräftige Applaus der – leider durch eine Grippewelle leicht dezimierten – Gäste galt auch dem hohen Niveau der Laienkünstler.</p>
<p>Den kulinarischen Teil des Empfanges deckte ein Original-Reddelicher Spanferkel ab, das durch Holger Elmer aus Reddelich großgezogen und von der Fleischerei Hackendahl zubereitet wurde. Das schmeckte nicht nur großartig sondern schaffte auch eine solide Grundlage für den sogenannten »gemütlichen Teil«. Dieser wurde auch für konstruktive Gespräche um und über die Vereinsarbeit genutzt.</p>
<p>Unisono war der Stolz auf die bisher geleistete Arbeit zu spüren, für die sich mittlerweile deutlich größere und finanzkräftigere Gemeinden aus der Nachbarschaft staunend interessieren. Staunend darüber, was engagierte Bürger einer kleinen, finanziell eher klammen Gemeinde auf die Beine stellen können. Auch ließ sich der Wille erkennen, das Jahr 2012 zu einem erfolgreichen Vereinsjahr zu führen.</p>
<h3>Schauen Sie auch in die Bildergalerie der Veranstaltung:</h3>

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			<a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/gallery/neujahrsempfang-des-kulturvereins-2012/2012-neujahrsempfang-22.jpg" title="Der Vereinsvorsitzende, Andreas Elmer und seine Stellvertreterin, Petra Schindler eröffneten den Empfang." class="shutterset_set_53" >
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			<a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/gallery/neujahrsempfang-des-kulturvereins-2012/2012-neujahrsempfang-23.jpg" title="Der Vereinsvorstand bedankte sich bei Bärbel Höfer für ihr Egagemant." class="shutterset_set_53" >
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			<a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/gallery/neujahrsempfang-des-kulturvereins-2012/2012-neujahrsempfang-24.jpg" title="Der Vereinsvorsitzende bedankte sich bei Ute Gärtner aus Reddelich für Ihre Vorstandsarbeit." class="shutterset_set_53" >
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								<img title="Neujahrsempfang 2012 des Kulturvereins in der Bauernscheune Reddelich" alt="Neujahrsempfang 2012 des Kulturvereins in der Bauernscheune Reddelich" src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/gallery/neujahrsempfang-des-kulturvereins-2012/thumbs/thumbs_2012-neujahrsempfang-26.jpg" width="100" height="75" />
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		<title>Die Kalkbrennerei in Brodhagen</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 11:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chronikeintrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum vergrößern bitte auf ein Bild klicken! Eine Industrieanlage von Reinhold Griese 2011 [aus RADUCLE 14] Eine Industrieanlage in dem kleinen Dorf Brodhagen? Grenzt das nicht an Übertreibung? Im Jahr 1905 wird in einer Beschreibung des Hofes Brodhagen die Kalkbrennerei als Industrieanlage bezeichnet. Nach den damaligen Verhältnissen mag das stimmen. Es wurde sogar erwogen, eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table align="right">
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<h2>Eine Industrieanlage</h2>
<p>von Reinhold Griese 2011 [aus RADUCLE 14]</p>
<p>Eine Industrieanlage in dem kleinen Dorf Brodhagen? Grenzt das nicht an Übertreibung? Im Jahr 1905 wird in einer Beschreibung des Hofes Brodhagen die Kalkbrennerei als Industrieanlage bezeichnet. Nach den damaligen Verhältnissen mag das stimmen. Es wurde sogar erwogen, eine Zementfabrik in Brodhagen zu errichten.</p>
<p><b>Was ist uns über die Kalkbrennerei in Brodhagen überliefert?</b><br />
Ich konnte ermitteln, dass im Jahre 1611 das Kalkvorkommen in Brodhagen entdeckt und eine Kalkbrennerei errichtet wurde. Es gibt Vermutungen, dass das Doberaner Münster mit Kalk aus Brodhagen erbaut wurde. Dafür habe ich jedoch keine Belege gefunden.<br />
Im August 1798 forderte der Herzog die Beamten des Amtes Doberan auf, zügig eine neue Kalkbrennerei zu errichten, da in der Gegend viele Bauten geplant seien. Gemeint sind der Aufbau des Ostseebades Heiligendamm und des Palaisgebäudes in Doberan.<br />
Gottlieb Elsner (Jahrgang 1761) aus Satow wurde als Kalkbrenner eingesetzt. Er lebte mit seiner Frau und drei Kindern in Brodhagen.<br />
Überliefert sind Lohnrechnungen aus dem Jahre 1799 für Arbeiten zum Aufbau der Kalkbrennerei. Aus den exakt geführten Listen über die Einnahmen und Ausgaben der Kalkbrennerei geht hervor, dass z.B. im Jahre 1809 über <abbr title="62,5 Tonnen, 1 Last = 50 Zentner">25 Last</abbr> Kalk zum Palaisbau geliefert wurden. In den folgenden Jahren wurden für Wohnbauten in der näheren Umgebung, für das Schulgebäude in Reddelich, für die Arbeiten an den Kirchen in Doberan und Lichtenhagen und für Bauten auf dem Pachthof Vorder Bollhagen Branntkalk zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Regelmäßig waren Reparaturarbeiten an den Gebäuden und Anlagen der Kalkbrennerei notwendig. Im Jahre 1840 wurden 6000 Ziegelsteine zur Reparatur der beiden Brennöfen und der äußeren Mauer, Tannenbretter zum Bau der Trockenscheunen und Eichenholz für die Laufbrücken verarbeitet.</p>
<p>Mit dem Sohn von Gottlieb Elsner, Friedrich, wurde 1842 ein Pachtkontrakt über die Kalkbrennerei für 18 Jahre abgeschlossen. Aus diesem Pachtvertrag geht hervor, dass der Kalkbrenner kein selbstständiger Unternehmer war. Er durfte keinen Kalk auf eigene Rechnung brennen. Der Kalk wurde vom Amt in Doberan bestellt. Er war für herrschaftliche Bauten vorgesehen oder wurde verkauft. Der Kalkbrenner musste im Jahr vorher das notwendige Brennmaterial, Holz und Torf, ankaufen. Für die Kalkbrennerei mit der dazugehörigen Büdnerei wurde keine Pacht erhoben. Der Kalkbrenner erhielt einen sogenannten Brennlohn. Die Qualität des erzeugten Kalkes wurde nach jedem Brand begutachtet. Bei minderer Güte des Kalkes musste der Kalkbrenner eine Entschädigung zahlen.<br />
Er hatte außerdem folgende Abgaben zu zahlen: Beiträge zur Armenkasse und für die Schule, Prediger- und Küstergebühren, Anteile an geistlichen und Schulbauten sowie Hebammengebühren. Ferner hatte er den Mahlzwang einzuhalten und ein Schmied wurde ihm angewiesen. Jährlich musste er vier Scheffel Salz von der Amtssaline von Sülze beziehen und ohne Zustimmung des Amtes durfte er auch keine Leute bei sich aufnehmen. Dazu musste er eine Kaution zahlen, die mit 4&nbsp;% verzinst wurde.<br />
Der Pächter Burmeister aus Vorder Bollhagen wurde zum Administrator zur Beaufsichtigung des Kalkbrenners ernannt. Als er bald darauf starb, wurde der Pächter Seer von Hof Brodhagen dafür benannt.<br />
Aus den Bestimmungen des Pachtvertrages geht hervor, dass die Tätigkeit des Kalkbrenners vollständig reglementiert war. Er konnte keine Eigeninitiative zur Ertragssteigerung entwickeln. Offenbar war diese seine abhängige Beschäftigung die Ursache, dass der Kalkbrenner Friedrich Elsner mit seiner Familie im Jahre 1856 seine Heimat verließ und nach Amerika auswanderte.</p>
<p>Im Jahre 1854 und 1869 wurden geologische Untersuchungen am Kalkberg in Brodhagen durchgeführt. Es wurden reichliche Kalkvorkommen in guter Qualität festgestellt.</p>
<p>Für den Zeitraum von 1873 bis 1894 pachtete Philipp Seer den Hof Brodhagen, ab 1882 C. Fabricius. Die Kalkbrennerei gehörte zum Hof. Bei der Regulierung der Feldmark von Obersteffenshagen wurden der Kalkbrennerei <abbr title="ca. 8,3 ha">3916 Quadratruten</abbr> Ackerland zugeschlagen.<br />
Seit 1866 ist ein Rückgang der Produktion der Kalkbrennerei zu verzeichnen, da weniger Kalk abgenommen wurde. Die Kalkbrennerei sollte mindestens 15 Brände im Jahr schaffen. Danach wurde die Jahrespacht berechnet. Diese 15 Brände wurden aber nicht erreicht.</p>
<p>Bei der Volkszählung im Jahre 1890 wurden auf Hof Brodhagen 62 Einwohner festgestellt, darunter der Pächter der Kalkbrennerei, der Ziegler Johann Maykohp.<br />
Der Hausgutpächter Ökonomierat R. Burmeister von Vorder Bollhagen pachtete 1894 die Kalkbrennerei. Im Jahre 1900 werden als Kalkbrenner Carl Tiedke (Jahrgang 1838) mit Frau und drei erwachsenen Kindern genannt, die gemeinsam die Arbeit verrichteten. Zum Anwesen der Kalkbrennerei gehörten neben dem Wohnhaus ein Stallgebäude, ein Ringofen mit Schornstein, der Maschinenschuppen, das Gebäude mit der Stampfe und der Materialienschuppen.<br />
Im Jahre 1912 lief der Pachtvertrag für die Kalkbrennerei aus. Die Kalkerde wurde untersucht. 100 kg wurden an das Königliche Materialprüfungsamt in Berlin-Lichterfelde eingesandt. Der Prüfbericht vom Mai 1912 erbrachte folgendes Ergebnis: <em>&raquo;Der Kalkgehalt aller Proben ist mithin sehr niedrig und wird durch Schlämmen nur wenig erhöht. Er ist zur Herstellung von Maurermörtel geeignet.&laquo;</em> Es wurde noch ein weiterer Versuch durchgeführt, der folgendes ergab: <em>&raquo;Der technische Wert des Kalkes ist nach den vorliegenden Prüfungsergebnissen nur gering. Es ist ein sehr schwach hydraulischer Kalk, der nur geringe Festigkeit liefert und zwar in der unmittelbaren Nähe des Herstellungsortes für Hochbauzwecke, aber im weiteren Umkreis im Wettbewerb mit dem hydraulischen Kalk Mitteldeutschlands unterliegen würde. Dieser Umstand würde bei Ermittlungen des wirtschaftlichen Wertes des Lagers entsprechend Berücksichtigung finden müssen.&laquo;</em><br />
Aufgrund dieser Untersuchung wurde die Kalkbrennerei zur Fortsetzung des Betriebes nicht mehr verpachtet. Die Produktionsstätten wurden abgerissen und das Gelände wurde eingeebnet. Die Ländereien von etwa 10 ha wurden als Büdnerei Nr. 1 an Fr. Höppner, Inhaber einer Dampfziegelei in Rostock-Papendorf verkauft, der diese Büdnerei verpachtete. Der Pächter Christian Zickert kaufte die Büdnerei 1933 aus der Konkursmasse der Ziegelei. In dem Wohnhaus auf der Kalkbrennerei wohnte damals der alte Kalkbrenner Tiedke mit seiner Frau und seinem erwachsenen Sohn.</p>
<p>Nach 1945 wurde im Tagebau noch Kalkmergel von Bauern gewonnen, die damit ihre Äcker düngten.</p>
<p>Heute liegt das Gelände des Tagebaus weitgehend brach und die Abbaugrube ist mit Wasser vollgelaufen. Das ehemalige Wohnhaus des Kalkbrenners steht noch und wird von der Familie Zickert, Nachfahren des ersten Büdners auf der ehemaligen Kalkbrennerei.</p>
<p><b>Nachtrag:</b> Kalkbrennen ist seit dem Altertum bekannt. Kalkbrenner ist ein alter Beruf, darauf deutet der Nachname Kalkbrenner hin. Kalk, wie es in der Natur vorkommt, ist Calciumcarbonat (CaCO3). Das Mineral wird beim Kalkbrennen in einem Brennofen bei einer Temperatur ab 1000° C umgewandelt. Dabei entweicht Kohlendioxid (CO2) und es entsteht Calciumoxid (CaO), also Branntkalk. Der technische Kalkkreislauf wird durch das Löschen des Kalkes mit Wasser und Abbinden an der Luft geschlossen.<br />
Mehr zum Verfahren der Kalkbrennerei im allgemeinen im <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kalkofen" target="blank"><span style="color: #800080;">Onlinelexikon Wikipedia.</span></a></p>
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		<title>Das Dorffestkomitee tagt am 31. Januar!</title>
		<link>http://www.kulturverein-reddelich.de/das-dorffestkomitee-tagt.php</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 09:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch 2012 soll für die Akteure des Gemeinde – Kulturlebens kein Jahr des Müßigganges werden. Am 31. Januar trifft sich das Dorffestkomitee zu seiner 2. Sitzung um das diesjährige Dorffest vorzubereiten. Diese Sitzung, die um 19:00 Uhr im Mehrzweckraum der Feuerwehr stattfindet, ist öffentlich. Wer immer eine gute Idee hat und sich einbringen möchte, ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch 2012 soll für die Akteure des Gemeinde – Kulturlebens kein Jahr des Müßigganges werden. Am 31. Januar trifft sich das Dorffestkomitee zu seiner 2. Sitzung um das diesjährige Dorffest vorzubereiten.<br />
<strong>Diese Sitzung, die um 19:00 Uhr im Mehrzweckraum der Feuerwehr stattfindet, ist öffentlich.</strong><br />
Wer immer eine gute Idee hat und sich einbringen möchte, ist ein willkommener Gast des Abends!</p>
<p>Weitere Informationen zur Arbeit des Dorffestkomitees: <a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/projekte/dorffest-organisation" target="_blank">Projektseite Dorffestorganisation</a></p>
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		<title>Geschichte der Hufe IX in Reddelich</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 11:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf Lübs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chronikeintrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum vergrößern bitte auf ein Bild klicken! Von Reinhold Griese. Die Hufe IX wurde bereits 1906 aufgelöst und in Büdnereien und Häuslereien aufgeteilt. Das damalige Wohnhaus ist noch erhalten. Es wurde durch die Familie Wellach saniert und wird von ihr bewohnt. Dieses Haus ist auch Schauplatz in der Literatur, hat sich doch dort der Schriftsteller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table align="right">
<caption align="top"><b>Zum vergrößern bitte auf ein Bild klicken!</b></caption>
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<td width="10"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2012/01/Reddelich-Lageplan-der-Bauernhöfe_1-200x135.jpg" alt="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" title="Reddelich-Lageplan der historischen Bauernhöfe" width="200" height="135" class="alignright size-thumbnail wp-image-3193" /></a></td>
</tr>
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<td width="10"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-a.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-a-200x125.jpg" alt="Wohnhaus der Familie Wellach, Reddelich 2009" title="Wohnhaus der Familie Wellach, Reddelich 2009" width="200" height="125" class="alignright size-thumbnail wp-image-3128" /></a></td>
</tr>
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<td width="10"></td>
<td width="220" align="right"><a href="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-b.jpg" target="blank"><img src="http://www.kulturverein-reddelich.de/wp-content/uploads/2011/12/Hufe-9-b-200x146.jpg" alt="Wohnhaus der Familie Hübner/Schindler in Reddelich 2010" title="Wohnhaus der Familie Hübner/Schindler in Reddelich 2010" width="200" height="146" class="alignright size-thumbnail wp-image-3129" /></a></td>
</tr>
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<td width="10"></td>
<td width="220" align="right"><!--Bild URL--></td>
</tr>
</table>
<p><strong>Von Reinhold Griese.</strong></p>
<p>Die <abbr title="Der Begriff 'Hufe' beschreibt ursprünglich eine Fläche, die durch eine durchschnittliche Bauernfamilie zu bewirtschaften war. Die Größe variierte im Laufe der Zeit und in den Regionen. Im allgemeinen, zeitgenössischen Sprachgebrauch setzte sich der Begriff ‚Hufe‘ zur Bezeichnung einer bäuerlichen Wirtschaft im Familienbetrieb durch.">Hufe IX</abbr> wurde bereits 1906 aufgelöst und in <abbr title="Als Büdner wurden in Norddeutschland Hausbesitzer auf dem Lande bezeichnet, die ihren Lebensunterhalt nicht ausschließlich durch Landwirtschaft bestritten. Dementsprechend hatten Büdner, die auch Colonisten oder Cossaten genannt wurden, nur kleine Flächen in Pacht. Heute würden man sie als Nebenerwerbslandwirte bezeichnen.">Büdnereien</abbr> und <abbr title="Ländliche Wohneigentümer ohne oder mit kleinster Landwirtschaft">Häuslereien</abbr> aufgeteilt. Das damalige Wohnhaus ist noch erhalten. Es wurde durch die Familie Wellach saniert und wird von ihr bewohnt. Dieses Haus ist auch Schauplatz in der Literatur, hat sich doch dort der Schriftsteller Alexander Graf Stenbock – Fermor (1902-1972) von 1920 bis 1922 aufgehalten. Wie dieser Aufenthalt Eingang in die Literatur fand, hat Reinhold Griese in der RADUCLE Nr. 9 ausführlich beschrieben.</p>
<p>Gleichfalls erhalten ist der ehemalige Altenteilkaten der Hufe. Dieser wurde ab Mitte der 1990er Jahre von der Familie Hübner/Schindler liebevoll restauriert und wird von Ihnen bewohnt.</p>
<p>In der entsprechenden Gehöftsakte des Landeshauptarchivs Schwerin wird als erster Besitzer der Hauswirt Johann Vick (Ficke, Fick) genannt.</p>
<p><strong>1704 führte das Beichtkinderverzeichnis Frens Ficke, geb. 1659, als Hauswirt auf.</strong></p>
<p><b>1751 ist Hans Heinrich Vick Hauswirt. Er ist mit Maria Baade verheiratet.</b><br />
Das Beichtkinderverzeichnis von 1751 verzeichnete einen Johann Ficke als </abbr> als <abbr title="Auch Kossat öder Kätner, Kleinstbauern, die sich oft zusätzlich bei anderen Bauern verdingen mussten.">Cossate</abbr> auf.</strong></p>
<p>1753 In der Liste der Leibeigenen des Amtes Doberan von sind aufgeführt:</p>
<ul>
<li>Johann Vick (geb. 1721) und dessen Frau Maria, geborene Allwardt(geb. 1717) aus Schmadebeck und deren Kinder: Emma Maria (geb. 1744), Jochim Friedrich (geb. 1749) und Catharina Sophia (1752)</li>
<li>Das Gesinde:
<ol>
<li>Jochim Allwardt (geb. 1719) und die verstorbene Ehefrau Margarethe Westendorf, deren Kind: Hans Hinrich (geb. 1753)</li>
<li>Hans Jacob Vick, dessen Frau Margarete Heinken aus Bartenshagen und deren Kind: Claus (geb. 151) </li>
<li>Clas Vick und Hans Heinrich Mahn aus Stülow</li>
</ol>
</li>
<li>Im ersten Katen des Gehöfts:
<ol>
<li>Familie Daniel Vick (geb. 1693); Emerenzia Vick (geb. 1798); Heinrich Kleinow (geb. 1723); Johann Kleinow (geb. 1727) verheiratet in Steffenshagen; Gustav Speck (geb. 1730), verheiratet in Doberan-Kammerhof (mit Kind Andreas Christian, geb. 1752); Joachim (geb. 1734), in Stellung bei Clas Frahm; und Daniel (geb. ?) in Stellung in Bollhagen</li>
<li>Familie Hans Heinrich Vick (geb. 1702); dessen Frau Catharina, geborene Bull (geb. 1703) und deren Kinder: Maria (geb. 1731), Daniel (geb. 1733), Peter (geb. 1738), Elisabeth (geb. 1740), Hans (geb. 1743), Sophia (geb. 1755), Johann (geb. 1747) </li>
<li>Gesinde: Johann (Name unleserlich)aus Bargeshagen,</li>
</ol>
</li>
<li>Im zweiten Katen: Hinrich Schmadebeck (geb. 1708); dessen Frau Elisabeth, geborene Bull (geb. ?) und deren Kinder: Catharina (geb. 1737), Elisabeth Barten (geb. 1745)</li>
</ul>
<p><b>Im Jahre 1764 übernahm Johann Baade, der Stiefsohn von Hans Heinrich Vick, den Hof.</b></p>
<p>1774 wurde das abgebrannte Gehöfts des Christian Ficken zu Reddelich wieder aufgebaut. In der Akte steht dazu: </p>
<blockquote><p>&raquo;Ohne sein und der Seinigen Verschulden ist gestern gegen Abend Haus und Scheuer im Feuer aufgegangen. Nichts konnte gerettet werden. Lebensmittel, Korn und Hausrat wurden ein Opfer der Flammen. Der Hirtenkaten ist auch abgebrannt. Hauswirt Christian Fick mit Frau und sieben unmündigen Kindern bekommen Unterstützung.&laquo;</p></blockquote>
<p><b>1819 wurde als Interimswirt Johann Alwardt eingesetzt.</b> </p>
<p>1834 Bau eines neuen Altenteilkaten mit Trennung von Stall und Wohnhaus sowie Anbau von zwei Fach an die Gehöftsscheune. Das Holz wurde bereitgestellt gegen Zahlung des Arbeitslohnes und bei eigener Anfuhr. </p>
<p>1835 gehörten zur Gehöftsfamilie des Schulzen Johann Alwardt (geb. 1792): dessen Ehefrau (geb. 1775), eine verwitwete Baade, geb. Waack; die Stiefkinder des Johann Alwardts: Sophie Maria Baade in Niedersteffenshagen verwitwete Saß; der Gehöftserbe Johann Peter Baade; Joachim Heinrich Baade, Knecht in Doberan und Daniel Gottlieb Baade, Knecht in Reddelich. Leibliche Kinder hatte der Interimswirt nicht.</p>
<p><b>1836 wurde Johann Peter Baade Hauswirt, der mit Henrice Uplegger (geb. 1818) verheiratet war.</b><br />
Dem Interimswirt Johann Alwardt stand ein Altenteil zu, da er die Hofstelle seit 1819 bewirtschaftet hatte. Das Altenteil besteht für den Interimswirt nebst Frau. Das Altenteil halbiert sich, wenn einer von beiden stirbt.<br />
Aus der Ehe von Johann Baade und Henrice Uplegger ging der Sohn Johann Baade (geb. 1836) hervor.</p>
<p>1849 Bau eines neuen Viehhauses.</p>
<p><b>1851 verstarb Johann Peter Baade. Seine Witwe Henrice Uplegger (geb. 1818) übernahm die Fortführung des Gehöftes unter Kontrolle der Vormünder für ihren Sohn Johann Baade (geb. 1836), Daniel Baade und (?) Uplegger</b>.<br />
Dabei wurde das herrschaftliche Eigentum und die Hofwehr registriert sowie die Gehöftsfamilie aufgeführt, die aus folgenden Mitgliedern bestand:</p>
<ul>
<li>Der Stiefvater des verstorbenen Schulze Johann Peter Baade, Altenteiler Alwardt (früher Interimswirt der Hufe), welcher den halben Altenteil genießt.</li>
<li>Die Witwe des Verstorbenen, Henrica Maria geb.Uplegger und deren Kinder:</li>
<li>Johann Baade 15 Jahre, Gehöftserbe; </li>
<li>Sophie, 13 Jahre;</li>
<li>Joachim, 11 Jahre;</li>
<li>Heinrich, 9 Jahre;</li>
<li>Marie, 7 Jahre;</li>
<li>Elisabeth, 5 Jahre;</li>
<li>Louise, 3 Jahre; </li>
<li>Christian. 1½  Jahre.</li>
</ul>
<p>1861 (20. Juni) Im Amt Doberan wurde folgendes Inventar registriert:<br />
<i>&raquo;Der Gehöftserbe Johann Baade von Gehöft Nr. 9 zu Reddelich erschien und trug vor: &rsaquo;Ich bin im April d. J. 25 Jahre alt geworden und wünsche als Hauswirt in meinem väterlichen Gehöft eingewiesen zu werden. Ich bitte die nötigen Einweisungen dazu geneigtest bald treffen zu wollen.&lsaquo;&laquo;</i><br />
Am 23. Juli wird das genehmigt und er erhielt einen Hofbrief. Johann Baade wollte einen Erbpachthof in Zarrentin übernehmen. Dies wird ihm nicht gestattet. Ihm wurde erklärt, wenn er die Bewirtschaftung der Hufe 9 nicht annehme, drohe ihm die <abbr title="Verweisung vom Gehöft">Abmeierei</abbr>.<br />
1861 übernahmals Johann Baade (25-jährig) den Hof als Hauswirt. Er war auch Schulze und <abbr title="Ehrenamtlicher Verwalteter der Kirchgemeinde-Finanzen.">Kirchenjurat</abbr>.</p>
<p><strong>1867 und 1890 war, lt Volkszählungsunterlagen, Johann Baade, (geb. 1836), Hauswirt.</strong></p>
<p><strong>1900 stand stand Wilhelm Baade, geb. 1868, als Hauswirt in den Volkszählungunterlagen.</strong></p>
<p><strong>1906 (1. Juli) verkaufte er letzte Besitzer des Hofes, Wilhelm Baade, (geb. 1868) Erbpachtstelle Hufe IX.</strong><br />
Augenscheinlich fand sich kein Käufer, so dass 1907 die Hufe IX wegen Überschuldung für 115.000,- Mark zwangsversteigert wurde.<br />
Käufer war die <strong>Gemeinnützige Mecklenburgische Ansiedlungsgesellschaft AG</strong>. Der Kaufpreis betrug  Diese teilte die Stelle auf und verkauft die einzelnen Parzellen in der Größe von 3000 bzw. 2000 Quadratruten zum Aufbau von 10 Büdnereien (B 18 – 27), gelegen zwischen der Chaussee nach Doberan und dem Stülower Weg.<br />
Zum Bestreiten von vermehrten Gemeinde- und Schullasten erhielt Reddelich auf dem Klosterberg unentgeltlich ein <abbr title="7 ha">3300 Quadratruten</abbr> großes Areal, dass die Gemeinde an Reddelicher in Stücken zu etwa <abbr title="2500 m²">120 Quadratruten</abbr> verpachtete.<br />
Die 613.064 m² der Hufe IX wurde folgendermaßen aufgeteilt:</p>
<ul>
<li>in die Büdnerei 18 mit 75.710 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 19 mit 65.667 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 20 mit 66.385 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 21 mit 43.252 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 22 mit 40.654 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 23 mit 43.259 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 24 mit 33.281 m² (das ehemaliges Gehöft der Hufe IX),</li>
<li>in die Büdnerei 25 mit 47.326 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 26 mit 46.223 m²,</li>
<li>in die Büdnerei 27 mit 68.746 m²,</li>
<li>in Gemeindeland mit 71.475 m²,</li>
<li>in die Häuslerei 23 mit 2000 m²,</li>
<li>in die Häuslerei 24 mit 2000 m² und</li>
<li>in 3 weitere Häuslereien zu je 2000 m².</li>
</ul>
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