Kindertanzgruppe ‘Fatamorgana’
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| Die Kindertanzgruppe im Jahr 2010 | |
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| Die Kindertanzgruppe im Jahr 2011 | |
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Übungszeiten:
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Wer mitmachen möchte kommt einfach zur Übungszeit zu uns in die Bauernscheune! |
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Der orientalische Tanz fördert: |
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| Wikipedia über Orientalischen Tanz | |
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Bildergalerie zu Höhepunkten unserer Tanzgruppe: |
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In unserer Tanzgruppe sind derzeit 17 Mädchen aktiv. Ihr Alter reicht von sechs bis neun Jahren.
Die Kinder üben Mittwochs ab 17:00 Uhr fleißig in der Bauernscheune Reddelich. An schönen Sommertagen tanzen wir auch im Freien auf der Tanzfläche der Festwiese. Mit einem kleinen Imbiss und einem Getränk, von Eltern abwechselnd bereitgestellt, können unsere Kinder nach dem langen Schulalltag neue Energie schöpfen.
Für unsere Tanzstücke haben wir uns die Musik sowie die Folge von Bewegungsabläufen selber zusammengestellt. Das erfreut uns besonders. Damit haben wir etwas Unverwechselbares geschaffen. Zu unserem Programm gehört auch ein von den Kindern gespieltes kleines Theaterstück. Dieses dachten wir uns ebenfalls selbst aus und hatten schon bei den Proben viel gelacht. Auf das selbstgestaltete kreative Programm sind die Kinder besonders stolz. Seit September 2011 haben wir uns eine neue Choreografie erschaffen und eintrainiert. So kommt Stück für Stück etwas Neues hinzu. Wichtig finden die Kinder auch die von ihnen frei gestalteten Tänze, die wir in großer Vielfalt tanzen. Jedes Kind interpretiert das Musikstück individuell nach seinem eigenen Empfinden sowie Können und setzt es tänzerisch kreativ um. Wir staunen immer wieder, wie schön und ausdrucksstark es ihnen gelingt.
Zum Schluss unserer Übungsstunden spielen wir gemeinsam Kinderspiele. Wir möchten damit auch unsere Freundschaften stärken und die Tanzstunde fröhlich ausklingen lassen.
Was zeichnet den orientalischen Tanz besonders aus? Aus der Literatur ist bekannt, Bauchtanz ist ein ganzheitliches Gesundheits- und Schönheitsprogramm. Er ist einer der ursprünglichsten Tänze der Welt, dessen spezifische Elemente in Kulturen rund um die Erde auftauchen. Er hat eine jahrtausendealte Tradition und Wurzeln, die selbst Wissenschaftler nicht genau bestimmen können. Die betonten Beckenbewegungen und die Zitterbewegungen weisen auf ursprünglich rituelle Tänze hin. Hier ging es um Fruchtbarkeitskulte und auch Tänze zur Geburt, also um die großen Themen des Lebens. Bis heute sind solche Formen der Anwendung in einzelnen Kulturen erhalten geblieben.
Der Bauchtanz entwickelte sich hauptsächlich im Orient zum Tanz des Volkes. Im Ursprung wurde ganzheitlich getanzt, erdverbunden, binnenkörperlich, aus einem starken Becken heraus mit fließenden Bewegungen, starkem emotionalen Ausdruck und auch Geschichten erzählend. Schließlich erhob sich der Tanz zur Kunstform, welche von Profitänzerinnen ausgeübt wird. Es ging technisch immer mehr in die Isolation der Bewegungen und in die räumliche Bewegung. Um Bühnenpräsenz zu erlangen und die Vorführungen räumlich und optisch interessanter aussehen zu lassen, wurden viele Elemente aus modernen Tanzstilen wie Ballett und Jassdance integriert. Doch trotz aller Fusionen, die der Bauchtanz in der Vergangenheit erlebte, ist diesem Tanz seine Ursprünglichkeit geblieben.
Im heutigen Bauchtanz bestehen die Bewegungen aus vielen präzisen und filigranen Isolationstechniken. Das bedeutet, ein einzelner Körperteil wird bewegt, z.B. Nur das Becken, während andere Körperteile ruhen. Es findet ein stetiger Wechsel zwischen Muskelanspannung und Entspannung statt, was sich in dieser Weise nur in wenigen anderen Tanzarten finden lässt. Reduziert auf die ursprünglich erdverbundenen und binnenkörperlichern Techniken unterstützt dieser Tanz in einzigartiger Weise die Gesundheit unseres Bewegungsapparates und regt gleichzeitig innere Prozesse an.
Deshalb findet er immer mehr Zuspruch in gesundheitlich orientierten Bewegungstherapien wie z.B. In der Geburtsvorbereitung durch Hebammen.
Orientalischer Tanz ist gut für Körper und Geist. Er macht nicht nur Spaß, sondern trainiert auf sanfte Weise den ganzen Körper. Die unterschiedlichen Bewegungen stellen einen hervorragenden Ausgleich zu den meist einseitig belastenden Tätigkeiten des Alltags dar. Auch im Schulalltag sitzen die Kinder viel. Kaum genutzte Muskeln werden allmählich wieder mobilisiert und die Wahrnehmung für den eigenen Körper verbessert sich nachhaltig.
Viele Mädchen und Frauen berichten von positiven Auswirkungen des Tanzes:
- Verbesserung der Haltung, Beweglichkeit und Flexibilität,
- Training der Ausdauer und des Herz-Kreislauf-Systems,
- Training des Gleichgewichtssinns,
- Förderung der Koordination von Bewegungen,
- Sanfte Mobilisierung der Wirbelsäule,
- Lösen von Muskelverspannungen und Verkrampfungen,
- Aufbau eines gesunden Spannungszustandes der Muskulatur des Torso-Muskelkorsetts,
- Kräftigung der Bein-, Bauch-,Beckenboden- und Rückenmuskulatur,
- Linderung von Schmerzen vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Der orientalische Tanz ist für alle Altersklassen geeignet. Beim orientalischen Tanz fühlen sich auch Mädchen und Frauen gut aufgehoben, die über keine Idealfigur verfügen. Beim Bauchtanz lernen sie den eigenen Körper zu akzeptieren und schön zu finden. Diese neue Körpererfahrung bewirkt auch Veränderungen im Bewusstsein und in der Einstellung zum eigenen Körper und zum eigenen Ich. Orientalischer Tanz kann somit durchaus als ideales Training nicht nur im physischen, sondern auch im psychischen Sinne angesehen werden.
Wer Lust zum Tanzen verspürt, ist herzlich eingeladen. Es sind noch Plätze frei. Schaut uns doch mal zu und macht mit – es macht Spaß und hält fit.
Herzlichen Dank sagen die Tanzkinder und die Kursleiterin Frau Dr. Silvia Kastell dem Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e.V. für die finanzielle Unterstützung.
Dr. Silvia Kastell,
Projektleiterin