Chronik der Feuerwehr

Projekt „130 Jahre Feuerwehr in Reddelich“

Am 30. Juli 2011 wurde auf einem Appell der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich aus Anlass des 130. Jahrestages ihrer Gründung die vom Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e.V. herausgegebene Broschüre „130 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Reddelich“ übergeben.
Damit fand eine mehr als dreijährige Forschung pünktlich zu diesem Jubiläum ihren Abschluss.

Die Arbeit an der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich begann im Frühjahr 2008 auf Initiative des Kulturvereins, der seinerzeit von der Stiftung Demokratische Jugend im Rahmen des Projekts “Zeitensprünge“ unterstützt wurde. Im November 2008 machten sich dann einige junge Reddelicher gemeinsam mit ein paar Älteren auf den Weg, um auf dem 4. Jugendgeschichtstag im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ihre Forschungsergebnisse zur Geschichte der Reddelicher Wehr vorzustellen. Mehr dazu in der Bildergalerie

Die erarbeiteten Schautafeln fanden nicht nur in Schwerin, sondern darüber hinaus auf vielen Veranstaltungen in Reddelich und in der Umgebung reges Interesse, vermittelten sie doch in kurzer, knapper Form einen Überblick über die Geschichte der Reddelicher FFW seit der Jahrhundertwende.

Doch von den Anfängen der Arbeit an der Chronik beginnend entstand auch der Wunsch, später eine geschlossene Darstellung zu veröffentlichen und damit vielen interessierten Menschen auf Dauer einen Zugang zu den Ergebnissen der Forschungen zu ermöglichen.

Das Ergebnis der ehrenamtlichen Forschung liegt nun in einer 84 Seiten umfassenden Broschüre im Format 16,5 x 23 cm, davon die Hälfte im Farbdruck, vor.

Die Broschüre können Sie bei der Reddelicher Dorfbäckerei Harms sowie in den Buchhandlungen Bad Doberan und Kühlungsborn zu einem Unkostenbeitrag von 9,90 € erwerben. Interessenten können die Broschüre auch beim Kulturverein für Reddelich und Brodhagen e.V. per E-mail über info@kulturverein-reddelich.de oder unter Tel. 03 82 03 / 4 07 03 bestellen.

Dem Leser wird in der Chronik ein relativ detailliertes Bild von der 130-jährigen Entwicklung der Reddelicher Freiwilligen Feuerwehr vermittelt, die, wie sich bei den weiteren Forschungen herausgestellt hat, im Jahr 1881 mit der Gründung des Reddelicher Spritzenvereins begann. Seitdem hat die Reddelicher Freiwillige Feuerwehr viele Bewährungsproben bestehen müssen. Bei manchen Großbränden stand sie scheinbar hilflos den mächtigen Gewalten des Feuers gegenüber. Doch immer gelang es, die Auswirkungen von Bränden einzudämmen sowie Tiere zu retten und Sachwerte zu erhalten. Menschenleben waren in der Zeit seit 1881 glücklicherweise nicht zu beklagen.

Über Jahrzehnte hinweg, das wird in der Broschüre deutlich, wirkten Männer und Frauen in der Gemeinde aufopferungsvoll im Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr Reddelich. Gegenwärtig sind 42 Männer, Frauen und Jugendliche Mitglied der FFW und bringen sich in ihrer Freizeit aktiv für die Gewährleistung des Brandschutzes und der Gefahrenabwehr ein. Auch das kulturelle Leben in der Gemeinde ist geprägt von der Mitwirkung der Kameraden und Kameradinnen unserer Wehr. Durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr wird nicht nur ein Beitrag für den Nachwuchs der Wehr, sondern auch für die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen geleistet.

Entstanden ist eine Chronik, die in vielfältiger Weise die Entwicklung Reddelichs und der umliegenden Orte widerspiegelt. Darüber hinaus gibt sie einen Einblick in die Geschichte der hier wohnenden Menschen. Wenn auch unter dem Aspekt der Freiwilligen Feuerwehr betrachtet, leistet die vorliegende geschichtliche Dokumentation somit einen wichtigen Beitrag für die Chronik des Dorfes und der Gemeinde Reddelich.
Leider konnten aus Kostengründen nicht alle vorliegenden Dokumente und Unterlagen in die Broschüre Eingang finden. Deshalb werden wir in der nächsten Zeit die Kurzchronik der Freiwilligen Feuerwehr entsprechend ergänzen.(Zur Kurzchronik

Mein Dank gilt allen Mitbürgern, die die Arbeit an der Chronik ehrenamtlich unterstützt haben, vor allem unseren Zeitzeugen, die mit ihren Erinnerungen Anstoß für weitere Forschungen in Archiven gaben. Dank aber auch allen anderen, die wichtige Hinweise gaben, Fotos oder Dokumente bereitstellten oder in anderer Weise an der Erstellung der Broschüre mitwirkten.

Klaus Kretschmann
Projektleiter

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