Dorffest-Organisation

Das traditionelle Dorffest in Reddelich ist schon seit langem der “Renner” unter den Sommerfesten in der Region. Dort wird für Einwohner und Besucher immer viel Kultur, Abwechslung und Unterhaltung geboten. Ein Mamutprojekt, welches seit Jahren von vielen ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt wird. Seit 2008 steht die Organisation und Durchführung dieses jährlichen kulturellen Höhepunktes unter der Schirmherrschaft des Kulturvereines. Dessen Vorsitzender, Andreas Elmer, leitet das so genannte Dorffestkomitee und bringt in dessen Sitzungen Helfer und Ideen aus allen Bereichen der Gemeinde zusammen. So haben der Bürgermeister, Vertreter der Feuerwehr, der Tagesmütter und der KITA Rohrspatz einen festen Platz in der Runde.

Der Einsatz aller fleißigen Helfer kann nicht hoch genug gelobt werden! Auch für das Dorffest am 1. Juli-Wochenende des Jahres 2010 stecken die Mitglieder des Festkomitees bereits in der Planung. Nähere Informationen zu den diesjährigen Höhepunkten finden Sie demnächst an dieser Stelle bzw. im Bereich “Aktuelles”.






Die Dorfzeitung RADUCLE hat sich kürzlich dem Thema der ehrenamtlichen Arbeit gewidmet. Der Beitrag soll an dieser Stelle ein wenig “Aufklärung” leisten, was es heißt, ein Dorffest oder auch eine andere Veranstaltung zu planen und zu betreuen:


Aus der Arbeit unseres Kulturvereins”

Der Kulturverein Reddelich & Brodhagen e.V. hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, allen Bürgern aus den Gemeinden während des ganzen Jahres ein abwechslungsreiches kulturelles Programm zu bieten. Doch wer von den Außenstehenden weiß eigentlich, welche Arbeit sowie welcher Zeit- und Energieaufwand dahinter steckt?

Zuerst setzt man sich zusammen, um einen groben Plan über mögliche Veranstaltungen zu entwerfen. Das hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Viele Fragen müssen dabei beachtet werden. Was kommt an? Welchen Künstler kann man sich als Verein leisten? Wo können die Veranstaltungen durchgeführt werden? Ziel ist es in jedem Fall, einer Vielzahl von Bürgern ansprechende Veranstaltungen zu günstigen Konditionen zu bieten.

So werden zunächst Angebote von verschiedenen Künstlern oder DJ’s eingeholt. Dazu müssen unzählige Briefe geschrieben als auch Telefonate und Vorverhandlungen geführt werden. Hat man sich dann endlich auf bestimmte Veranstaltungen und Künstler geeinigt geht es um die mögliche Finanzierung über Fördermittel. Jeder von uns hat schon einmal den einen oder anderen Antrag an ein Amt gestellt und weiß, was das für ein „Papierkrieg“ ist. Was aber noch schlimmer ist, wie lange es dauern kann, bevor dieser endlich genehmigt wird. Man steht also ständig unter Zeitdruck.

Sind dann alle Formalitäten erledigt, das Programm steht fest und Fördermittel wurden bewilligt, kann die zeitaufwendige Kleinarbeit beginnen. Die Veranstaltungen müssen publik gemacht werden, d.h. für die Mitglieder des Kulturvereins Pressemitteilungen verfassen, Schilder malen sowie Flyer erstellen und verteilen. Selbst die Eintrittskarten stammen aus eigener Produktion. Das alles erfordert neben ungeheurem Zeitaufwand auch ein gewisses Maß an Kreativität, schließlich sollen sich viele Mitbürger dadurch angesprochen fühlen.

Wer jetzt denkt, nun kann es aber endlich losgehen, hat weit gefehlt. Je nach Veranstaltung muss der geeignete Raum gefunden und die passende Dekoration angefertigt werden. Getränke, Essen sowie Tische, Bänke und gegebenenfalls auch Zelte müssen bestellt und aufgebaut werden. Wer hat sich eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, wie viele fleißige Hände in wie vielen Stunden mit dem liebevollen Ausschmücken der Bauernscheune zum Scheunenfest beschäftigt waren? Auch die dort angebotenen leckeren Salate hatten sich nicht von selbst gemacht.

Wenn dann endlich die Veranstaltungen begonnen haben, fällt die ganze Anspannung von den Organisatoren und Machern ab und auch sie können für eine kleine Weile die Unterhaltung genießen, bevor es ans Aufräumen geht. Trotz fortgeschrittener Müdigkeit wird abgewaschen, Tische und Bänke zusammengestellt und das restliche Essen und die Getränke eingepackt. Die letzten Aufräumarbeiten sowie das Abbauen der Zelte werden bei Tageslicht am nächsten Morgen gemacht, so dass alles wieder in einem ordentlichen Zustand hinterlassen wird – bis zur nächsten Veranstaltung.

Unsere fleißigen Helfer opfern einen großen Teil ihrer Freizeit, zwar nicht ganz uneigennützig aber unentgeltlich. Und sie tun es immer wieder gern. Trotzdem können sie Hilfe gebrauchen. Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, Vereinsmitglied zu sein. Es geht darum, die anfallenden Arbeiten auf mehr Hände zu verteilen. Manchmal ist auch nur eine Idee hilfreich. Ehrenamt ist auch eine Chance für jeden aktiv das Gemeindeleben mit zu gestalten.

Sie haben Ihr Arbeitsleben hinter sich und suchen nach einer sinnvollen Beschäftigung? Sie stehen noch im Berufsleben und haben ein paar Stunden Zeit? Dann wäre es schön, wenn Sie uns und unsere Gemeinde durch ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützen würden, sei es mit Ideen oder Taten. Ein großer Dank an alle bisherigen fleißigen Helfer und die, die es noch werden wollen!!!


Simone Werner
Redaktion Raducle