Leserbrief von Prof. Erich Dreyer, Mai 2011

Zur Ausgabe 12 der Raducle schrieb uns Herr Prof. Erich Dreyer aus Dresden, ein ehemaliger Reddelicher, der noch vielen Lesern, u. a. von seiner Buchlesung 2010 in der Bauernscheune bekannt sein dürfte:

(…) Es ist erstaunlich, dass ich darin immer wieder Bekanntes finde. Die Bilder von den Schülern der Jahrgänge 1928 (das ist mein Geburtsjahr) und 1933 zeigen es, denn darauf gibt es viele Namen, die mir noch geläufig sind. Einige von ihnen habe ich noch persönlich gekannt, und ich habe sogar noch meinen Bruder (Ulli Dreyer) gefunden, der leider nicht mehr lebt. Auch meine Cousine Ilse Dreyer ist dabei. Gut bekannt sind mir weiterhin noch Karla Junghans, Heinz Utesch, Werner Plückhahn, Gerhard Baade, Gerda Köster und noch einige andere. Auch bei Lehrer Hans Mahn bin ich vier Jahre zur Schule gegangen (1934 – 1938), und in den Ausführungen vom Historiker Reinhold Griese wird diese Zeit noch einmal wieder lebendig.
Auch die Geschichte vom Brand in Reddelich ist für mich interessant, denn das Anwesen von Hermann Baade liegt ja direkt gegenüber meinem Elternhaus. Persönlich kann ich ja keine Erinnerungen an das Geschehen haben, denn ich bin ja erst 1928 geboren. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, dass meine Eltern darüber gesprochen hätten. Klar geworden ist mir aber ein anderer Zusammenhang: Das Anwesen Baade bestand aus drei größeren Gebäuden. Das Wohnhaus und die Scheune hatten Rohrdächer (man sprach damals immer von ‚Strohdächern‘!) Offenbar hatte auch der Viehstall ein Strohdach, denn das Gebäude war ja bis auf die Grundmauern abgebrannt. Danach ist es dann in Backsteinbauweise wieder aufgebaut worden, denn so kannte ich es, und so ist es ja auch heute noch (…)
Viele Grüße
Erich Dreyer,

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